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Roman „Kleine Helden“ von Almudena Grandes zeigt Einzelschicksale

Not in Spanien : Roman „Kleine Helden“ zeigt verwobene Einzelschicksale

In der zweiten Hälfte des Jahres 2008 erlebte die spanische Volkswirtschaft einen schweren Einbruch. Die Arbeitslosigkeit stieg auf 20 Prozent, Kredite wurden gekündigt, der private Konsum kollabierte.

Was das für die Menschen bedeutet, zeigt Almudena Grandes an einer Fülle von miteinander verwobenen Einzelschicksalen. Gemeinsamer Nenner: ein namenloses Viertel in Madrid. Hier leben Familien wie die Martinez Salgados, Geschäftsleute wie Barbetreiber Pascual oder Friseurin Amalia, Freiberufler, Beamte, Studenten, Einwanderer und Rentner.

Sie alle trifft die Krise. Ihr Lohn wird gekürzt, Vergünstigungen fallen weg. Sie werden fristlos entlassen oder in die Pleite getrieben. Verlieren erst ihre Wohnungen und danach den Halt. Verlassen die Stadt oder gar das Land. Am Anfang sind all die vielen Namen und Personen sehr verwirrend.

Erst langsam kristallisiert sich heraus, wer mit wem wie in Verbindung steht. Wer sich durchbeißt, wird mit einem ganz großartigen Roman belohnt.

(sus)