„Kein Tod auf Golgatha“ von Johannes Fried „Kein Tod auf Golgatha“ von Johannes Fried

Sachbuch „Kein Tod auf Golgatha“ : Historiker Johannes Fried stellt eine provokative These auf

Dieses Buch ist eine Provokation. Das ist dem renommierten Historiker Johannes Fried durchaus bewusst. „Endlosen Widerspruch und Feindschaften“ erwartet er, schreibt er im Vorwort.

Denn er stellt die Hypothese auf, dass Jesus das Martyrium am Kreuz überlebt haben könnte, um irgendwo im Nahen Osten als Flüchtling oder Emigrant weiter zu wirken. Die „Auferstehung“ wäre also in einem sehr realen, menschlichen Sinne zu verstehen.

Basis von Frieds Überlegungen sind neueste medizinische Erkenntnisse, nach denen Jesus am Kreuz in eine todesähnliche Kohlendioxidnarkose gefallen sein könnte. Der berühmte Lanzenstich des römischen Soldaten, der wie eine gezielte Punktion wirkte, habe Jesus das Leben gerettet. Neben den kanonisierten Evangelien zieht der Historiker auch sogenannte „häretische“ Schriften heran. Auch für Leser, die nicht in theologischen Dingen bewandert sind, ist diese Spurensuche ein ausgesprochen faszinierendes Unternehmen.

(azan)
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