„Emil. Tagebücher aus der Weimarer Republik“ von Grevelhörster und Trebels

Graphic Novel „Emil“ : Die Zeit der Weimarer Republik spannend verpackt

Parlamentarische Demokratie und föderative Republik? Klingt für Jugendliche nicht unbedingt nach Action. Tatsächlich gehört die Weimarer Republik (1918-1933) aber zu den spannendsten Kapiteln deutscher Geschichte.

Der Historiker Ludger Grevelhörster und der Zeichner Rüdiger Trebels haben den Zeitraum zwischen Novemberrevolution und NS-Machtergreifung in eine Graphic Novel gepackt, die man kaum aus der Hand legen möchte. Held ist der 15-jährige Moritz, genannt Mo, der auf dem Dachboden die Tagebücher von Urgroßvater Emil findet.

Durch sie erlebt er hautnah mit, wie es ist, wenn man unter streikende Matrosen gerät, Billionen für ein Brot bezahlen muss oder die Braunen durch die Straßen marschieren. Erzählt wird im Wechsel zwischen damals und heute. Trebels Zeichnungen sind so lebendig, bewegt und packend geraten, dass sie nicht nur Schüler ab der 9. Klasse begeistern dürften.

„Nahaufnahmen“ und „Einstellungswechsel“ verleihen dem Buch filmische Dimension.

(sus)
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