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Thelens Buchtipp: Das Leben leben, trotz aller Gefahren

Thelens Buchtipp : Das Leben leben, trotz aller Gefahren

A. F. Th. Van der Heijdens Coming-of-Age-Roman „Das Gefahrendreieck“ ist die elfte Empfehlung in unserer kleinen Buchtipp-Reihe. Ein literarisches Wunderwerk.

Früh schon wird ihm bewusst, wie er leben will: „nicht vorwärts, auf den Schienen der irdischen Zeit, die zum Tod führten..., sondern außerhalb dieser Zeit, auf einem Nebengleis ... ein Leben nicht in die Länge, sondern in die Breite“.

Diese Maxime ist die Reaktion auf das ihn einengende, von einer Straße, einer Eisenbahnlinie und einem Kanal gebildete Dreieck, in dem er aufwächst.

Dort lauern in der Tat vielfältigste Gefahren: Da ist zunächst der Vater, der nach seinen Sauftouren die gesamte Familie tyrannisiert. Da ist der gleichaltrige, gewalttätige Flix, mit dem es Heldentaten zu vollbringen gilt. Und da sind die Verwandtschaft und die Nachbarn, die kleinen Leute und die großen Angeber...

A. F. Th. van der Heijden erzählt in „Das Gefahrendreieck“ die traurig-komischen Stationen, die Albert Egberts auf dem Weg vom kleinen Jungen Mitte der 50er Jahre bis zum Studenten absolviert.

Der Roman ist nur ein Band in dem atemberaubenden Romanzyklus „Die zahnlose Zeit“, mit dem sich der Niederländer schon zu Lebzeiten unsterblich gemacht hat.

Wer keine Angst vor Büchern mit vielen Seiten hat, der sollte den gesamten Zyklus lesen. Ein literarisches Wunderwerk.

A. F. Th. Van der Heijden: „Das Gefahrendreieck“ (1985), 530 Seiten

 A. F. Th. Van der Heijden: „Das Gefahrendreieck“ (1985), 530 Seiten
A. F. Th. Van der Heijden: „Das Gefahrendreieck“ (1985), 530 Seiten Foto: ZVA/Thomas, Horst