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Bonn: Bonner Ausstellung zeigt ungewöhnliche Kunst am Rhein

Bonn : Bonner Ausstellung zeigt ungewöhnliche Kunst am Rhein

Bonn zeigt ab August ungewöhnliche Kunst unter freiem Himmel. Die Ausstellung „Blick zurück nach vorn” der „Montag Stiftung Bildende Kunst” präsentiert 31 Werke von 27 zeitgenössischen Künstlern aus Deutschland, Polen und Weißrussland, wie die Veranstalter am Donnerstag in der Bundesstadt mitteilten.

Die Objekte werden rund um die alte „Villa Ingenohl” am Rhein und an der Durchfahrtsstraße B9 zu sehen sein. Konzeptkünstler Babak Saed will einen lebensgroßen, brüllenden Löwen über der Fahrbahn installieren.

Das Spektrum der Schau, die vom 2. August bis 14. September läuft, reicht von Malerei und Fotografie über Skulptur bis zu Klang- und Videoinstallation. Die „Montag Stiftung” blickt damit auf ihre zehnjährige Künstlerförderung zurück. Auf der Liste der Ausstellenden stehen nach Angaben von Projektleiterin Niina Valavuo auch Dagmar Demming, Horst Gläsker, Felix Droese, Maike Kloss, Ottmar Hörl und Thea Richter.

Demming wird mit einer Klanginstallation unter dem Titel „Grundgeräusch Mutter und Vater” in der alten Villa vertreten sein, die lange Jahre als Kindertagesstätte des Auswärtigen Amts diente. Hörl präsentiert eine Arbeit unter dem Titel „Loreley”. Bei der zeitgenössischen Ausstellung „Tatort Paderborn” im vergangenen Jahr hatte er mit Hunderten in der Stadt verteilten Engelfiguren für Aufsehen gesorgt. Gläsker will für die Villa in Bonn eine „Raumfüllende Malerei” anfertigen, wobei sich die Wandbemalung auf dem Fußboden widerspiegeln soll. In Paderborn war sein „Campo Santo” stark beachtet worden.

Die Teilnehmer der Bonner Ausstellung gehören zum Kreis der 54 Künstler, die seit 1998 an Projekten der Stiftung teilgenommen haben. Dabei soll die Schau auch die Entwicklung der Künstler aufzeigen. Die Stiftung war 1992 von Carl Richard Montag gegründet worden. Seit 1998 richtete sie Ausstellungen unter anderem in Dresden, Dortmund und Wuppertal aus.