Köln: Bizarrer Streit um Kölner Opernchef: Geht Laufenberg?

Köln: Bizarrer Streit um Kölner Opernchef: Geht Laufenberg?

Der bizarre Streit um den Kölner Opernintendant Uwe Eric Laufenberg geht in eine neue Runde: Nach Darstellung der Stadt will der Opernchef trotz Ankündigung seinen Posten doch nicht räumen. Laufenberg habe sein Abschiedsangebot nicht aufrechterhalten, teilte die Stadt am Freitag mit.

Laufenberg wiederum dementierte die Mitteilung und schob der Stadt die Schuld zu. Diese habe sein Kündigungsangebot nicht angenommen, erklärte er. Ob die kommende Opernsaison überhaupt stattfinde, sei weiterhin unklar.

Noch vor zwei Wochen hatte Laufenberg angekündigt, nach den langen Querelen um die Finanzierung des Hauses vorzeitig nach der kommenden Saison den Hut zu nehmen. Als Grund gab er eine Unterfinanzierung der Oper an. Vorausgegangen war ein offener Streit mit der Stadtspitze. Kulturdezernent Georg Quander hatte ihm Vertrauensbruch vorgeworfen.

Jetzt teilte die Stadt mit, dass es weitere Überlegungen zu einer vorzeitigen Vertragsauflösung seitens der Stadt nicht gebe. Die Stadt rechne damit, dass der bestehende Vertrag mit Laufenberg bis zum regulären Ende im Jahr 2016 fortgesetzt werde.

Kritiker halten Laufenberg vor, dass er seinen Etat überzogen habe. Der 51-Jährige wies dies zurück und verlangte mehr Zuschüsse für sein Haus. Zudem drohte er mit dem Aus der kompletten Spielsaison. Es wäre die erste Absage einer gesamten Saison in der Nachkriegsgeschichte gewesen.

Die Stadtspitze kündigte nun weitere Gespräche mit Laufenberg an. Der Opernintendant, der seinen Posten 2009 übernommen hatte, solle schnellstmöglich den neuen Spielplan präsentieren können, erklärte die Stadt. Bislang gab es nur einen Spielplan unter Vorbehalt, da noch nicht alle Verträge mit Künstlern abgeschlossen waren. Der Kartenvorverkauf wurde verschoben.

Für die anstehende Saison will die Stadt nach eigenen Angaben 32 Millionen Euro zur Verfügung stellen, zwei Millionen Euro mehr als in der vorherigen Saison. Laufenberg fordere 34 Millionen an Zuschüssen, hieß es.

Mehr von Aachener Nachrichten