Aachen: Benefizkonzert im Aachener Dom mit der Gaechinger Cantorey

Aachen : Benefizkonzert im Aachener Dom mit der Gaechinger Cantorey

Die Menschen gehen beschwingt nach Hause. Ja, das ist Barockmusik, getragen von tiefer Gläubigkeit, filigran, virtuos, ganz dem schönen, durchsichtigen Klang verbunden: Mit der Gaechinger Cantorey der internationalen Bachakademie Stuttgart unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann hatten Michaela und Michael Wirtz ein Ensemble zum 32. Benefizkonzert im Aachener Dom eingeladen, das die barocke Klangkultur auf höchstem Niveau pflegt.

Wie das klingt, konnten die Zuhörer im eng besetzten Zuschauerraum unter dem Barbarossaleuchter im Oktogon des Doms erfahren.

Auf dem Programm standen Johann Sebastian Bachs Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott”, danach Georg Philipp Telemanns Kantate „Wertes Zion, sei getrost” sowie im zweiten Teil nochmals Bach, die Kantate „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes”. Wer bei den Erläuterungen zur ersten Kantate geschmunzelt hatte, als Rademann von Bachs enormen Klangfantasien erzählte, von den „herumflitzenden Teufel” und dem Ringen mit den Zweifeln, der konnte all das nun hören.

Auch die Souveränität, mit der ein Chor aus (nur) 26 hervorragend ausgebildeten Sängerinnen und Sängern mit dem lebhaft agierende Orchester sang. Als Solisten waren Gerlinde Sämann (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Paul Schweinester (Tenor) und Krešimir Straanac (Bassbariton) organischer Teil des Ganzen.

Telemanns Kantate „Wertes Zion“ brachte dann funkelnd-leichtes Barock ins Konzert. Da glänzten die Trompeten, hörte man die Pauke und doch wurde nichts übertönt oder verdeckt. Im zweiten Teil kam mit nochmals Bach und der Kantate „Die Himmel erzählen” wieder mehr Strenge ins Programm.

Ein ganz besonderer Abend im Aachener Dom und mit Sicherheit ein Benefiz für alle.

(sar)
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