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Kairo: Belgier finden in Ägypten Goldmaske

Kairo : Belgier finden in Ägypten Goldmaske

Belgische Archäologen haben im ägyptischen Deir el Berscha zwei unberührte Gräber aus der Pharaonenzeit entdeckt.

In einem der Gräber, das offenbar einer Hausangestellten gehörte, fanden sie nach Angaben des Grabungsleiters Harco Willems eine Steinmaske, die von einer vergoldeten Gipsmaske bedeckt war. Die Maske sei zwar stark beschädigt, könne aber aus den vorhandenen Fragmenten fast komplett rekonstruiert werden, sagte Willems von der Universität Leiden am Dienstag auf Anfrage.

Die beiden von Grabräubern unbehelligten Gräber stammen nach Einschätzung der Archäologen aus der 11. Dynastie. Eines von beiden sei in der so genannten zweiten Zwischenzeit um 1600 v. Chr. für eine weitere Beerdigung „wiederverwendet” worden.

Die Grabkammern in Deir el Berscha in der oberägyptischen Provinz Minia liegen in bis zu sechs Meter tiefen Schächten. „Wir haben einen Grabkomplex mit drei großen Schächten entdeckt, die senkrecht in die Erde gebohrt wurden, die für die ranghöchsten Mitglieder der Gesellschaft reserviert waren”, erklärte Willems.

Um diese Schächte herum befänden sich weitere Gräber, die offenbar für die Beisetzung der Bediensteten genutzt wurden. Anders als bei den Königen wurden die Leichen der Beamten und des Personals nicht mumifiziert.

Bekannt wurde am Dienstag auch, dass im vergangenen Mai drei Diebe im oberägyptischen Maghagha im Dunkel der Nacht heimlich zwei mit Goldfarbe bemalte Sarkophage mit den intakten Mumien zweier Königinnen ausbuddelten. Dumm nur, dass die Diebe ihren Glücksfund ausgerechnet einem Mitarbeiter der Antiquitätenpolizei verkaufen wollten, der sich als Händler getarnt hatte . . .