1. Kultur

Aachen/Hamburg: Bahngewerkschaft GDBA attackiert GDL-Vorstand

Aachen/Hamburg : Bahngewerkschaft GDBA attackiert GDL-Vorstand

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Lokführer (GDL), Manfred Schell aus Aachen, rechtfertigt seine umstrittene Kur mit dem nahenden Ende seines Berufslebens. Er halte die Zeit reif für eine Kur, sagte Schell der „Bild”-Zeitung.

„Ich habe keine ernsthafte Erkrankung. Aber nach 50 Jahren im Berufsleben, ohne einen Tag gefehlt zu haben, habe ich gedacht: Jetzt ist auch mal Zeit für eine Kur, quasi zum Abschied aus dem Berufsleben.” Schell will nach eigenen Aussagen im Frühjahr 2008 seinen Posten als GDL-Vorsitzender räumen.

Angesichts des erbitterten Tarifkampfes zwischen der Deutschen Bahn und der GDL wächst der Unmut über die Kur des GDL-Vorsitzenden. Der Fahrgastverband ProBahn und die Bahngewerkschaft GDBA fordern dem Zeitungsbericht zufolge eine Rückkehr Schells vom Bodensee an den Verhandlungstisch. Der Vorsitzende von ProBahn, Karl-Peter Naumann, sagte der Zeitung: „Wenn man kämpfen will, muss man richtig kämpfen und vor Ort sein.”

Der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel sagte: „Der Fortgang der Verhandlungen kann nicht davon abhängen, ob Herr Schell zur Kur muss oder nicht.” Wenn der augenblickliche Hickhack so weitergehe, müsse sich die GDL fragen lassen, ob sie noch den richtigen Vorstand habe.