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Aachen: Aus Liebeskummer am Steuer eingeschlafen

Aachen : Aus Liebeskummer am Steuer eingeschlafen

Selbst als die Autos an einer Kreuzung links und rechts an ihm vorbeikurvten, genervte Autofahrer hupten und blinkten, hat sich ein 34-jähriger Autofahrer am Freitagmorgen nicht aus dem Schlaf reißen lassen.

Aufgefallen war der Mann anderen Autofahrern, weil er die Ampelschaltung ignorierte und einfach nicht weiterfuhr. Während das vielen egal war, zeigte eine Autofahrerin Herz und schaute nach.

Im Auto, dessen Motor lief, sah sie den Fahrer in entspannter Haltung hinter dem Steuer sitzen. Den Kopf mit leicht geöffnetem Mund leicht abgewinkelt und zurück in die Kopfstütze gelegt, machte der Mann einen entspannten, aber nicht fahrtüchtigen Eindruck.

Die Autofahrerin holte bei anderen Wartenden Hilfe. Gemeinsam öffneten sie die Fahrertür und sprachen den Mann an. Dass er noch lebte, war zweifelsfrei am geöffneten, typische Töne hervorbringenden Mund zu erahnen.

Mit der eingetroffenen Polizei setzte man den Träumen des Mannes ein jähes Ende. Sichtlich überrascht über den Trubel um ihn herum - Blaulicht, Warnblinkanlagen und viele Menschen - äußerte der Mann spontan, der Schlaf habe ihm gut getan. Schließlich habe er aus Liebeskummer seit drei Tagen kein Auge zugemacht und nichts gegessen.

Da seien ihm drei Bier, die er kurz zuvor getrunken hatte, in den Kopf gestiegen und hätten ihn müde gemacht. Tatsächlich stellten die Beamten bei dem Mann knapp 1 Promille fest. Blutprobe und Wegnahme des Führerscheins waren die Folge.