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Linnich: Aus lauter Freude am Material

Linnich : Aus lauter Freude am Material

Das Deutsche Glasmalerei-Museum Linnich präsentiert in enger Zusammenarbeit mit Eberhard Foest dessen Privatsammlung, die zum ersten Mal als Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird.

Foest stellt Studioglas verschiedenster Künstler, mit denen er heute noch freundschaftlich verbunden ist - Erwin Eisch, Harvey Littleton, Marvin Lipofsky und Stanislav Borowski - afrikanischen Skulpturen gegenüber, um die Verbindung zwischen der Moderne des 20. Jahrhunderts und der Studioglasbewegung zu zeigen, die sich in der expressiven Ursprünglichkeit der Formensprache findet.

Der Architekt, Bildhauer und Zeichner begann seine Aktivität als Sammler von zeitgenössischer Malerei und afrikanischer Kunst bereits in den 60er Jahren.

Sein Interesse für Glasskulpturen wurde in den frühen 70ern bei einem Besuch in der Fauenauer Glashütte des Malers und Glaskünstlers Erwin Eisch geweckt.

Eisch zählt zusammen mit Harvey Littleton zu den Wegbereitern der Studioglasbewegung, die in den frühen 60er Jahren aus der Freude am Material und Experiment entstand. Sie revolutionierte die bis dahin funktionale Rolle des Glases und erhob es zur eigenständigen künstlerischen Skulptur.

Der Künstler Eisch trägt mit seinen 40 Werken einen größeren Teil der Sammlung bei. Neben zahlreichen flaschen- und vasenähnlichen Objekten werden seine mundgeblasenen und mit Schmelzfarbe bemalten Portraitbüsten, die Buddha- und Picassoreihe gezeigt.