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Aachen: „Atemnot” am einstigen Grenzübergang

Aachen : „Atemnot” am einstigen Grenzübergang

Der Aachener Regisseur Georg Maas ist in den nächsten Tagen mit seinem ersten und seinem neuesten Spielfilm zu Gast.

Nach der Premiere von „Neufundland” im Januar gibt es nun am Freitag und Samstag, 20 Uhr, die einmalige Gelegenheit, einen genaueren Blick auf zwei besondere Filme zu werfen: Im Grenzhäuschen Köpfchen zeigt KuKuK-Kino im Rahmen seiner Grenzfilmreihe „Atemnot” Die Filmgruppe an St. Gregorius initiiert zudem eine Diskussion zur Vorführung von „NeuFundLand” im Ufa-Palast Aachen am Mittwoch, 31. März, 20 Uhr.

Während die lokalen Dreharbeiten zu Schimanski und anderen Produktionen nachher im Film nie als Aachen erkennbar sind, zeigt „Atemnot” reizvolle Perspektiven der Domstadt und der Umgebung: Der hier aufgewachsene Georg Maas drehte 1991 seinen Abschlussfilm für „Das kleine Fernsehspiel” des ZDF.

Es ist die (teilweise autobiographische) Geschichte des Zimmermanns Gerd, der unter Asthma leidet. Nach einem Anfall landet er im Klinikum und begeistert sich für die dortige Klimaanlage.

Mit Hilfe eines Freundes aus dem Krankenhaus klaut und baut er sich um sein Häuschen in Moresnet ein Luftfiltersystem mit den charakteristischen Rohren und Ansaugöffnungen des Klinikums. Die illegalen Materialtransporte laufen über den Grenzübergang Bildchen - in einer historischen „Ente” 2CV mit mittlerweile ebenfalls historischen Grenzkonflikten.

Diese originellen Szenen an der Lütticher Straße brachten Alice Loo vom Verein „KuKuK” (Kunst und Kultur im Köpfchen) auf die Idee eines besonderen Events im Zollhäuschen Köpfchen an der Eupener Straße. Das Gegenstück in Bildchen wurde inzwischen abgerissen, doch der Verein, der genau auf der Grenze Verbindungen schaffen will, sicherte sich mit langen Behördenwegen die Nutzung von Köpfchen.

Georg Maas wird zu den Vorführungen nach Aachen kommen. Eine weitere Gelegenheit zum Gespräch mit dem ausgesprochenen Filmkenner gibt es dann in seiner eine Heimat-Pfarre St. Gregorius, die seit einem Jahr einen offenen Filmtreff organisiert.

Der Regisseur und Mitarbeiter wie der Komponist Uli Maas werden ausführlich Details zu Entstehung, Filmtechniken und Zitate verraten. Infos unter 0241/66615 oder 0241/61392.