1. Kultur

Aachen: Arthur Miller beschert dem Grenzlandtheater eine Sternstunde

Aachen : Arthur Miller beschert dem Grenzlandtheater eine Sternstunde

Atemberaubend packend bis hin zu ergreifenden Momenten: Das Grenzlandtheater Aachen erlebt mit Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden” gerade eine Sternstunde.

Regisseur Ulrich Wiggers und seine Darsteller, allen voran Thomas Kemper als Willy Loman und Julian Francis Bisesi in der Rolle des Sohnes Biff, beweisen gediegenes Handwerk, das ein Kammerspiel von ungeahnter Intensität auf die Bühne bringt. Die Premiere am Donnerstagabend endete mit dem Riesenapplaus eines stehenden Publikums.

Knapp zweieinhalb Stunden dauert die Aufführung - und man möchte nicht eine einzige Minute missen. Zweifellos verstärkt die unmittelbare Nähe noch den unter die Haut gehenden Verzweiflungsausbruch des Biff, des Gescheiterten, der Versagers, wenn er dem Vater am Ende die ein Leben lang verdrängte Wahrheit ins Gesicht schleudert: "Wir sind alle nichts." Das eindringliche, an keiner Stelle überzogene Spiel der grandiosen Darsteller haucht Millers Klassiker ein an Dramatik und großen Gefühlen kaum mehr überbietbares Leben ein.

(Die ausführliche Kritik lesen Sie morgen in unserer Samstagsausgabe.)