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Köln: Art Cologne mit neuer Struktur: Kunst pflegt Kommunikation

Köln : Art Cologne mit neuer Struktur: Kunst pflegt Kommunikation

Mit einer optimierten Präsentation vor Ort, erweitertem Rahmenprogramm und einer neuen Kommunikationsbasis für Sammler, Kuratoren und Museumsleute beginnt am Dienstag die 37. Internationale Messe für Moderne Kunst in Köln.

Bis zum 2. November präsentieren rund 250 Galerien aus 22 Ländern ein Angebot von klassischer Moderne bis hin zu aktuellsten Kunstproduktionen.

„Wir wollen die Art Cologne noch besucherfreundlicher gestalten”, gibt Gérard Andrew Goodrow (38), seit Mitte September offiziell amtierender Direktor der Art Cologne, die neue Parole aus.

Was bereits im Vorjahr mit verbreiterten Gängen und verbesserten Lichtverhältnisse begonnen wurde, ist konsequent weiter verfolgt worden.

„Auch Gastronomie und Kundenservice sollen dazu beitragen, dass sich die Besucher rundum wohlfühlen”, so Goodrow.

Erstmals ist ein so genannter „Künstler-VIP” eingerichtet worden: 300 Künstler aus der ganzen Welt sind während der Messe eingeladen und auf der Art Cologne präsent: „Denn die Künstler sind es, um die es eigentlich geht”.

Man wolle auch stärker darauf hinweisen, dass die Art Cologne eine Messe sei, die nicht nur Köln, sondern die gesamte Region repräsentiere: „Zusammen mit Kasper König vom Kölner Museum Ludwig habe ich 20 Museumsdirektoren aus dem Umland eingeladen”.

Aus Aachen wird Harald Kunde, der Leiter des Ludwig Forums erwartet.

Donnerstags trifft man sich zum Brunch im Düsseldorfer K21, samstags auf Schloss Morsbroich, wo derzeit die Lenbach-Ausstellung läuft.

Gemeinsam wolle man das nächste Jahr planen, praktische Dinge klären, etwa, wer wann welche Ausstellung macht, um Überschneidungen zu vermeiden. In den Rheinhallen selbst werden die Förderkojen der jungen Künstler - wie im vergangenen Jahr 20 - stärker herausgehoben und in einer Extra-Sektion präsentiert, so dass man sie besser vergleichen kann.

Statt der umstrittenen Rauhfaser gibt es nun glatte Tapeten und damit eine „fast museale Stellfläche”.

Dafür, dass der Kölner „Handelsumschlagplatz für Kunst” möglichst viele Käufer anzieht, soll auch ein attraktiveres Rahmenprogramm sorgen.

Dazu zählt zum Einen die „KunstFilm Biennale Köln”, die bis zum 2. November in Museen, Programmkinos und Messehallen weit über 100 lange und kurze Spiel-, Dokumentar-, Autoren- und Künstlerfilme aus dem In- und Ausland zeigt.

Zum Anderen gibt es einige erste Kostproben des „SoundArtfestivals”, das ab 2004 regelmäßig die Art Cologne begleiten soll.

Beide Veranstaltungsreihen sollen den Kunstbegriff erweitern. Ebenfalls neu: der „Art Cologne-Treff” im Hotel Crowne Plaza, wo Messemacher und -gäste auch außerhalb der Öffnungszeiten bei „Happy Hour”, „Kunstfrühstück” oder Art Dinner miteinander kommunizieren können.

Damit, und mit den abends geöffneten Museen und Galerien, wolle man der Art Cologne mehr Präsenz in der Kölner Innenstadt verleihen.

Wieviel Besucher der 37. Internationale Kunstmarkt Köln verbuchen wird - bislang waren es zwischen 15000 und 80000 - bleibt abzuwarten.

Es wird ein spannender Herbst, denn in Berlin, Paris, Karlsruhe und, London schläft die Messe-Konferenz nicht. 146 deutschen Ausstellern stehen in diesem Jahr 100 aus dem Ausland gegenüber.

An der Spitze ausländischer Anbieter: Österreich (11), Holland (11), die USA (10), Italien (10), die Schweiz (10) und Spanien (10). Nur je einmal vertreten: Japan, China, Georgien, Russland, Tschechien, Griechenland, Irland und Kanada.

Unter deutschen Ausstellern dominieren Köln (28) und Berlin (21), gefolgt von Düsseldorf (15), München (13), Hamburg und Frankfurt (je 11).