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Neuss: Archäologen graben antike Raststätte aus

Neuss : Archäologen graben antike Raststätte aus

Eine antike Raststätte an der römischen Fernstraße von Xanten nach Köln haben Archäologen jetzt in Neuss entdeckt.

Bisher sei etwa die Hälfte der massiven Fundamente des Gebäudes frei gelegt worden, das aus dem 3. Jahrhundert n.Chr. stamme, erklärte die Neusser Stadtarchäologin Sabine Sauer am Dienstag.

Da das etwa 400 Quadratmeter große rechteckige Gebäude auf stabilen Schieferplatten als Fundament und Tuff-Quadern aus der Eifel gemauert war, scheide eine private Nutzung des teuer zu errichtenden Gebäudes aus, erklärte die Wissenschaftlerin. Auch ein Verwaltungsgebäude habe es in der dörflichen Siedlung nahe des Neusser Legionslagers nicht gegeben.

Den Komfort der Raststätte, die unter dem heutigen Neusser Busbahnhof gefunden worden ist, unterstrichen auch die Nebengebäude „für Heizung und Sanitär”, sagte Sauer. In der holzarmen Epoche des 3. Jahrhunderts sei die Heizanlage technisch bewusst „eher wie ein Energiesparhaus modernster Ausführung” gebaut worden.

Die Stürme der Zeit und Franken-Überfälle hätten dem stabilen Gebäude nichts anhaben können, bis es irgendwann in der Spätantike „friedlich zusammengebröselt” sei, haben die Ausgräber herausgefunden.