Köln: „Apokalypse” von Dürer: Endzeit-Bilder in Köln

Köln: „Apokalypse” von Dürer: Endzeit-Bilder in Köln

Dämonen zeigen ihre furchterregenden Klauen, Engel schlagen mit riesigen Schwertern um sich, Menschen schreien: In der selten präsentierten Holzschnitt-Serie „Apokalypse” von Albrecht Dürer (1471-1528) stellt der Künstler die Schreckens-Visionen der Endzeit dar. Die 16 großformatigen Blätter, die bis zum 13. September im Kölner Wallraf-Richartz-Museum zu sehen sind, gelten als „Meilenstein in der Geschichte der Druckgrafik”, betonte der stellvertretende Direktor Roland Krischel am Mittwoch bei der Eröffnung.

Die Folge habe Dürer im Alter von 27 Jahren auf einen Schlag bekannt gemacht, denn die Bilder konnten vervielfältigt werden und waren auch schnell über die Grenzen Deutschland hinaus gefragt.

In den Blättern mit vielen grausamen Motiven stellt Dürer den Untergang der irdischen Welt dar - in Anlehnung an die Johannes- Offenbarung, in der das Jüngste Gericht und das Ende aller Zeiten beschrieben werden. Kurator Uwe Westfehling sprach von „gewaltsamen Bildern von aufrührender Kraft”.

In Drucken wie „Die apokalyptischen Reiter”, „Der Engelkampf” oder „Das Tier mit den Lammhörnern” lässt der Künstler Monster ihr Unwesen treiben oder Engel als Schlächter auftreten. In einem anderen Szenario wird Evangelist Johannes in einem Topf mit siedendem Öl gemartert. Dörfer gehen in Flammen auf. Das Museum nannte die düstere Serie einen „Schatz”.