Eschweiler: Anastacia lässt Eschweiler Music Festival die Altstadt beben

Eschweiler: Anastacia lässt Eschweiler Music Festival die Altstadt beben

Romy Conzen, Singer/Songwriterin aus Belgien, hat zwar in ihrer Heimat schon einige Hits gehabt, doch vor so großem Publikum war sie noch nie aufgetreten: Die junge Musikerin überzeugte beim Eschweiler Music Festival rund 4000 Musikliebhaber. Romy Conzen trat im Vorprogramm eines Weltstars auf, der Fans von Nah und Fern auf dem Eschweiler Marktplatz gezogen hatte.

Anastacia und ihre eigens aus England eingeflogene Band verwandelten den so idyllischen Marktplatz in einen musikalischen Hexenkessel. Die 49-Jährige, die seit Jahrzehnten einen Welthit nach dem anderen feiert, erwies sich als Glücksgriff für das Festival, das am Donnerstag mit einem orchestralen „Pop meets Classic“-Abend seinen Auftakt gefeiert hatte.

Das Energiebündel aus Chicago mit der „schwarzen“ Soulstimme, das bereits Dutzende von Auszeichnungen erhielt (Best International Female Artist), ließ sein Publikum auf sympathische Weise spüren, dass die Open-Air-Show in Eschweiler für sie ebenso wichtig war wie die gewohnten Auftritte vor zehnmal so großer Zuhörerschaft.

Da wurde das Programm nicht mal eben so runtergespult, da nahm die Künstlerin sich die Zeit, zwischen den Songs mit ihren Fans zu kommunizieren und leidenschaftliche Appelle für ein gemeinsames Bemühen um eine bessere Welt an ihre Zuhörer zu richten. Auch dafür wurde Anastacia bereits ausgezeichnet:

Die Sängerin, die sich mit einer eigenen Stiftung für an Brustkrebs erkrankte Frauen ebenso einsetzt wie für Erdbebenopfer in Pakistan, erhielt für ihr vielfältiges Engagement 2013 den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises und hätte nun keinen besseren Auftrittsort wählen können: Vor wenigen Tagen erst wurde Eschweiler mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Das allerdings dürfte die rund 4000 Fans höchstens am Rande interessiert haben: Sie feierten ihren Star, der auf der Marktbühne eineinhalb Stunden lang ein Hitfeuerwerk zündete, in dem Songs ihres jüngsten, siebten Albums „Evolution“ ebenso ihren Platz hatten wie die Klassiker, die von den Fans textsicher mitgesungen wurden: von „Left outside alone“ über „Paid my dues“ und „One day in your life“ bis zum „ultimativen Party-Song“, wie Anastacia ihn ankündigte: „I‘m outta love“.

Eine eindrucksvolle, aber nicht überladene Lichtshow auf der riesigen Bühne unterstrich die furiose Darbietung des Weltstars und ihrer beiden Co-Sängerinnen und -tänzerinnen ebenso wie das beeindruckende Können der sechsköpfigen Band, die zwischendurch auch schon mal Unerwartetes präsentierte — wie Beethovens Fünfte als grandioses Schlagzeugspektakel. Und man konnte Anastacia abnehmen, als sie angesichts des absolut begeisterten Publikums feststellte: „Eschweiler — you‘re the kind of audience I grow dreams of.“

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