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Aachen: AKV: Mobbing-Vorwürfe statt Frohsinn

Aachen : AKV: Mobbing-Vorwürfe statt Frohsinn

Im noblen Aachener Karnevalsverein (AKV) herrscht dicker Krach. Geschäftsführer Christian Mourad gab letzte Woche bekannt, dass er seine Funktion aufgeben will, wurde daraufhin nach seiner Darstellung auf unschöne Weise von seinem Amt suspendiert.

Drei Elferräte reichten daraufhin ihren Rücktritt ein, ein 200.000 Euro-Loch in der Jahresrechnung, zwei Ehrenpräsidenten äußerten scharfe Kritik an den Qualitäten ihres Nachfolgers Dieter Bischoff, sie fühlen sich um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Die Wogen der Erregung schlagen hoch, am kommenden Dienstag soll der Konflikt in der Mitgliederversammlung im Alten Kurhaus in Aachen ausgetragen werden.

Besonders vom Leder gezogen hat Ehrenpräsident Georg Helg, der nach der Wahl von Dieter Bischoff mehrheitlich von den Sitzungen des Elterrats und Beirats, in dem die Entscheidungen getroffen werden, ausgeschlossen wurde. Helg warf Bischoff am Freitag auf Anfrage einen „menschenunwürdigen Führungsstil” vor. Bischoff hatte vor einem Jahr die Präsidentschaft in einer Kampfabstimmung gegen Christian Mourad (12:5) gewonnen. Voraussetzung dafür, dass er von Dirk von Pezold vorgeschlagen wurde, war, Mourad die Moderation der Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst zu überlassen.

Helg: Mourad wurde „gezielt gemobbt”

Danach habe - so Helg - der Präsident den Geschäftsführer und Moderator „gezielt gemobbt”, alle kreativen Köpfe hätten daraufhin das Handtuch geworfen. Vor den Elferräten Michael Nobis, Dietmar Kreitz und Oliver Mohr war schon Beirat Wolfram Graf-Rudolf wegen der angespannten Atmosphäre ausgeschieden. Georg Helg und Dirk von Pezold haben für das Treffen am 1. Juni die Abwahl des Vorstandes auf die Tagesordnung setzen lassen. Dann haben die 420 Mitglieder das Wort und können entscheiden, welcher der Kontrahenten die Führung des Vereins in den nächsten Jahren übernehmen wird.