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Aachen: Aachener Justiz legt Fehde bei

Aachen : Aachener Justiz legt Fehde bei

Die monatelange Fehde zwischen dem Aachener Landgerichtspräsidenten Stefan Weismann und der Anwaltschaft im Gerichtsbezirk Aachen ist beigelegt.

In einer gemeinsamen Erklärung von Weismann und des Aachener Anwaltvereins (Vorsitz Franz Josef Joußen, Eschweiler) stellen die Streitenden jetzt fest, dass sie „in einem Gespräch die seit Anfang des Jahres eskalierenden Auseinandersetzungen beendet” haben.

Der Landgerichtspräsident hatte Aachener Anwälten vorgeworfen, unter anderem durch unnötige und sachlich unbegründete Beweisanträge Prozesse monatelang in die Länge zu ziehen. Das belaste die Justiz und den steuerzahlenden Bürger und diene nicht der Rechtsfindung, hieß es damals.

Weißmann habe jetzt klargestellt, dass es bei seiner Schelte nicht um die Anwaltschaft insgesamt gehe. Im Gegenteil: Sie arbeite „sorgfältig und konstruktiv”, meinte Weismann.

Es gebe aber einzelne Anwälte, stellte auch Joußen fest, die „unsinnige Verfahrensanträge stellen und Gerichte wie Staatsanwälte ohne sachlichen Grund” angreifen. Anwaltverein und Gerichtspräsident vereinbarten für künftige Probleme einen „runden Tisch”.