Aachen: „Aachen Guitar Festival“ ist voller Höhepunkte

Aachen: „Aachen Guitar Festival“ ist voller Höhepunkte

„Spegtra“ — so viel wie „Special guitar events“ — gibt sich zwar selbst den Untertitel „Aachen Guitar Festival“, umfasst aber doch viel mehr Klangeindrücke und -erlebnisse, als sich von der klassischen Konzertgitarre vorstellen lässt.

So verspricht das diesjährige Motto „Weltsprache Musik“ vom 25. Oktober bis 1. November in neun Konzerten an sechs Spielorten zum einen Musiker, Instrumente und Klänge aus verschiedenen Ländern. Zum anderen Musik aus allen Zeiten und allen Genres —nebeneinander, aber auch ganz oft eng miteinander verzahnt.

Beim Auftaktkonzert („Welt der Saiten“) in der Annakirche trifft zum Beispiel Japan auf Gambia und Argentinien. Die traditionellen Saiten-Instrumente Koto (Japan), Charango (Argentinien) und Kora (Gambia) ergeben eine ebenso ungewohnte Verbindung wie Bandoneon, Kontrabass und Computer des Duos „Mosalini-Sens“ (28. Oktober, Klangbrücke, „Discrete Times“). „Spegtra“ kann nämlich auch ganz ohne Gitarre.

Mit der diesjährigen Festivalpatin Annette Kruisbrink haben sich die Organisatoren des Vereins „Spegtra e.V.“ zudem eine äußerst kreative Komponistin und Gitarristin gesichert. „Allein beim Konzert ‚Horizontal 8‘ präsentiert sie mit ihrer Partnerin Arlette Ruelens drei Uraufführungen“, erklärte Vicente Bögeholz, künstlerischer Leiter von „Spegtra“. Ebenfalls ganz neue Musik wird beim Abschlusskonzert „Cordophon X“ zu hören sein. Auftragswerke von Kruisbrink, Wolfgang Bartsch und Thomas Nordhausen werden von Musikern mit wechselnden Klangfarben (E-Gitarren mit Solo-Kontrabass, Konzertgitarren und E-Bass, Zupforchester und Fingerstyle-Gitarre) aufgeführt.

„Spegtra“ ist zudem ein Festival, bei dem weltbekannte Musiker wie der YouTube-Star und Fingerstyle-Gitarrist Adam Rafferty oder der Maastrichter Gitarrenvirtuose und Musikprofessor Carlo Marchione auf Musiker und Ensembles der regionalen Szene treffen. Das können das Grenzlandzupforchester, ein aus der vielfältigen Chorlandschaft Aachens zusammengestellter Projektchor oder Dozenten und Studierende der Aachener Musikinstitutionen sein. Einen Eindruck der sehr vitalen Gitarren-Szene geben zudem mit dem Konzept von „Kwart Voor“ kleine Horsd’œuvre, die jeweils zu Beginn der Konzerte eine Viertelstunde Kammermusik offerieren. In jedem Fall gibt es viel zu entdecken während des achttägigen Festivals.

Mehr von Aachener Nachrichten