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Mönchengladbach: 7,1 Millionen Euro ergaunert

Mönchengladbach : 7,1 Millionen Euro ergaunert

Für den Betrug an rund 1000 Anlegern in Deutschland und den Niederlanden müssen sich seit Mittwoch drei Männer vor dem Mönchengladbacher Landgericht verantworten.

Die Angeklagten aus Mönchengladbach und Wettringen hatten laut Anklage mit Anlagebetrügereien rund 7,1 Millionen Euro ergaunert. So sollen sie teilweise das Vierfache der üblichen Gebühren für die Börsengeschäfte erhoben haben. Auch wanderten Einlagen der Kunden direkt in die Taschen der Angeklagten.

Zum Prozessauftakt haben die 33 bis 40 Jahre alten Angeklagten einen Teil der Vorwürfe eingeräumt. Laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hatten die Männer in den Jahren 1994 bis 1996 telefonisch Kunden mit angeblich hohen Renditeversprechungen angelockt. In Wirklichkeit belaufen sich die Verluste der Anleger aber auf rund 90 Prozent. Ein Telefonverkäufer war bereits 2001 zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Drei weitere Angeklagte warten noch auf ihre Verfahren. Der Prozess wird an diesem Freitag fortgesetzt.