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Düren: 25.000 Euro: Peill-Preis für David Claerbout

Düren : 25.000 Euro: Peill-Preis für David Claerbout

Der mit 25.000 Euro dotierte Preis der am Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren angesiedelten Günther-Peill-Stiftung wird dieses Jahr dem belgischen Künstler David Claerbout (Jahrgang 1969) verliehen.

Der in Antwerpen lebende Claerbout arbeitet im Bereich der digitalen Medien wie Film, Fotografie und Sound. Die Verknüpfung und oftmals Überblendung dieser Medien zu einer einzigartigen und poetischen Bildsprache zeichnet ihn als wichtigen Künstler seiner Generation aus.

Seine Arbeiten siedeln sich an der Schnittstelle zwischen Fotografie und Film an und thematisieren die Mechanismen dieser Medien durch die Sichtbarmachung ihrer jeweiligen Eigenschaften. So werden beispielsweise durch extreme Verzögerungen in seinen Filmen fotografische und malerische Qualitäten offenbar.

Die Günther-Peill-Stiftung vergibt zudem zwei Stipendien, die in diesem Jahr an die in Berlin lebende Künstlerin Özlem Altin und den in Berlin und Paris lebenden Künstler Bojan Sarcevic„ gehen.

Die Förderstipendien sind mit insgesamt 18000 Euro ausgestattet, die monatlich über zwei Jahre ausgezahlt werden.

Özlem Altin (Jahrgang 1977) kontextualisiert gefundene Fotografien und Bilder, teils historisch, teils zeitgenössisch, aus den unterschiedlichsten medialen Quellen in neuen Zusammenstellungen zu komplexen Installationen. Diese greifen Themen wie Körperlichkeit, Mimetik und Verfremdung auf und verweisen in ihren Ursprüngen auf die Offenbarung von inneren Zuständen und äußeren Zwängen.

Der in Belgrad geborene Künstler Bojan Sarcevic„ (Jahrgang 1974) erlangte durch seine Teilnahme an der Manifesta 1998 internationale Bekanntheit. Er arbeitet vor allem mit den Medien Skulptur, Installation und Video und thematisiert Räume in ihren sozialen, kulturellen und politischen Konnotationen.

Alle drei Künstler erhalten im Jahr 2012 eine Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum und eine Publikation.