Köln: 20 Jahre Brings - und 45.000 Fans rocken mit

Köln: 20 Jahre Brings - und 45.000 Fans rocken mit

Die Kölschrocker von „Brings” fiebern dem großen Tag entgegen. Samstag, 16. Juli, Stadion in Köln-Müngersdorf: Über 45.000 Fans im ausverkauften Rund werden mit den Brings-Brüdern Peter und Stephan sowie mit Kai Engel, Christian Blüm und Harry Alfter abrocken. Drei Stunden lang, das ist fest versprochen.

Dass die nunmehr 20-jährige Bandgeschichte nicht ohne Dellen ist, können Stephan Brings und Christian Blüm im Interview mit unserer Zeitung nur bestätigen: „In den Jahren 98/99 gab es schon Monate, in denen wir dachten, alter Schwede, jetzt wirds eng”, erinnert sich Schlagzeuger Blüm.

Brings war 1991 famos mit dem Album „Zwei Zoote Minsche” gestartet und hatte durch die Unterstützung der Plattenfirma EMI viele Auftritte und Gelegenheiten, Schlagzeilen zu schreiben. Doch der Band machte vor allem der Entschluss des Südwestfunks Mitte der 90er Jahre zu schaffen, keine kölsche Musik mehr zu spielen: „Wenn dir dieses Instrument der Werbung wegbricht, hast du ein Problem”, sagt Stephan Brings und schiebt nach, dass gerade SWR3 in dieser Zeit der tonangebende Sender war. Auch im Rheinland.

Die Band hat über den Karneval und über den Gassenhauer „Superjeile Zick” schließlich die Kurve gekriegt - und eine Neuausrichtung erfahren. Mit Hilfe der „Höhner” fanden Brings den Weg in die Festsitzungen, heute ist die Band dort als Stimmungsgarant mit der etwas anderen Karnevalsmusik nicht mehr wegzudenken.

Was geblieben ist, ist der Sound, die rockigen Töne und die schnurgeraden, zum Teil sehr pointierten Texte. Die dem Festkomitee Kölner Karneval bisweilen übel aufgestoßen ist. „”Ja, zum Glück„”, sagen Brings und Blüm.

„Wir haben denen einen Präsentkorb als Dank geschickt, eine bessere Werbung hätten wir nicht haben können.” Damit erübrigt sich die Frage, ob die Band sich im Karneval verbiegen muss...