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Köln: 1200 Sexualdelikte: Jugendarbeiter legt Geständnis ab

Köln : 1200 Sexualdelikte: Jugendarbeiter legt Geständnis ab

Mit einem umfassenden Geständnis hat am Donnerstag vor dem Kölner Landgericht der Prozess gegen einen 50-jährigen Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in rund 1200 Fällen begonnen.

Seine Verteidigerin kündigte zu Beginn an, dass ihr Mandant die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft einräumen werde. Die Aussage des Angeklagten erfolgte anschließend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um unter anderem die Persönlichkeitsrechte der Opfer zu schützen. Laut Anklage handelt es sich bei den Opfern um sechs Jungen zwischen 9 und 15 Jahren. Die Taten ereigneten sich über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Eines der Opfer hatte sich im vergangenen Jahr an die Polizei in Bergisch Gladbach gewandt. Eine Wohnungsdurchsuchung ergab daraufhin Hinweise auf den Missbrauch mehrerer Kinder. Der Mann legte bei der Polizei ein Geständnis ab.

Der Angeklagte war beruflich in der Kinder- und Jugendarbeit tätig und hatte die Familien der Opfer an seiner Arbeitsstätte kennengelernt. Nachdem er das Vertrauen der Eltern und Kinder gewonnen hatte, stimmten die Eltern gemeinsamen Freizeitaktivitäten zu, hatte die Polizei nach der Festnahme des Mannes berichtet.

Neben einer langen Gefängnisstrafe müsse der Angeklagte mit Sicherungsverwahrung rechnen, kündigte der Vorsitzende Richter an. Im Verfahren soll geprüft werden, ob es bei dem 50-Jährigen um einen Hangtäter handelt, von dem eine Wiederholungstat ausgeht. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll spätestens am 2. April verkündet werden.