Erkelenz-Kückhoven: Kückhoven feiert das 700-jährige Bestehen mit Festwoche

Erkelenz-Kückhoven: Kückhoven feiert das 700-jährige Bestehen mit Festwoche

Die Erkelenzer Ortschaften haben normalerweise schon ihre Jährchen auf dem Buckel. So auch Kückhoven, das in diesem Jahr seinen 700. Geburtstag feiert, obwohl es wahrscheinlich viel älter ist.

Dafür spricht der Fund des sogenannten Kückhovener Brunnens aus der Zeit der Bandkeramiker. Trotzdem zählt die erste urkundliche Erwähnung, und die war vor 700 Jahren. Deshalb will die Dorfgemeinschaft den Geburtstag mit einer Festwoche vom 13. bis 20. September feiern.

Dreh- und Angelpunkt

Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Ausstellung zur Ortsgeschichte, die im Pfarrheim präsentiert wird. Federführend waren dabei Andrea Ludwigs-Spalink und Jürgen Simon. Zu zweit haben sie in den letzten zehn Monaten über ihren Heimatort gesammelt und recherchiert, was sie finden konnten.

Zusammengekommen sind über 2000 Exponate, die Zeugnis geben über die interessante und wechselhafte Dorfgeschichte. Rund 600 Exponate wurden zu der Ausstellung „700 Jahre Kückhoven” zusammengestellt.

„Ohne die Kückhovener, die uns historisches Material aus ihren Kellern oder vom Dachboden überlassen haben, wäre unsere Arbeit nicht möglich gewesen”, betonen die beiden Hobbyarchivare. Und was sie da zutage gefördert haben, könnte noch einige Ausstellungen mehr füllen. Deshalb haben sie an thematisch passenden Punkten weitere Ordner bereit liegen, die eine vertiefende Information ermöglichen.

So erfahren die Besucher zum Beispiel, welcher Kückhovener weshalb welchen Spitznamen ausgedrückt bekam und kann der Wissbegierige die Namen der Schützenkönige ab 1664 oder der noch lebenden Karnevalsprinzen nachlesen.

Auch eine Sammlung von Totenzetteln der im Zweiten Weltkrieg Gefallenen wird präsentiert. So fügt sich ein vielseitiges Bild zusammen, das zu gleichen Teilen aus Historischem, Kuriosem und durchaus Wissenswertem besteht. Ein Resultat der Arbeit ist der Bildband „Bilderspaziergang durch ein lebendiges Dorf”.

Auf 56 Seiten präsentieren die beiden Heimatforscher Dorfansichten und Bilddokumente aus verschiedenen Epochen, wobei man auch die Entwicklung einzelner Gebäude anschaulich nachvollziehen kann.

Aufgrund der Masse an Dokumenten, die bei der Recherche zusammengekommen ist, sprechen Simon und Ludwigs-Spalink schon von einem Grundstock für ein Dorfarchiv. „Wir haben eine fundierte Basis zusammengetragen, die nun katalogisiert und zugeordnet werden muss”, bestätigte Simon, der zugibt, „Blut geleckt” zu haben.

Die Festwoche startet am Sonntag, 13. September, um 11 Uhr mit der Eröffnung der Ausstellung „700 Jahre Kückhoven” im Pfarrheim. Um 17 Uhr beginnt das Konzert des Männergesangsvereins Cäcilia in der Mehrzweckhalle.

Von Montag bis Freitag ist die Ausstellung jeweils von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Am Samstag, 19. September, kann die Ausstellung von 14 bis 20 Uhr besichtigt werden. Der Sonntag, 20. September, beginnt um 11 Uhr mit einem Vortrag von Jürgen Weiner vom Rheinisches Landesmuseum Bonn über den Steinzeit-Brunnen, der Kückhoven auch über die Region hinaus bekannt gemacht hat.

Von 11 bis 18 Uhr locken neben der Ausstellung auch wieder der Verkauf der Fotochronik sowie eine Cafeteria im Pfarrheim. Um 15Uhr beginnt die Preisverleihung des Malwettbewerbs, zu dem alle jungen Kückhovener zwischen drei und 14 Jahren eingeladen waren, ein Bild ihres Dorfes zu malen und einzureichen. Der Preisverleihung folgt ein Auftritt des Kinderchors um 15.30 Uhr sowie ein Auftritt des Trommlerkorps um 16.30 Uhr.

Der Bildband ist in Kückhoven erhältlich

Der Bildband „Bilderspaziergang durch ein lebendiges Dorf” ist in einer Auflage von 800 Stück erschienen und bietet auf 56 farbigen Seiten interessante Einblicke in die Geschichte Kückhovens.

Zu sehen sind historische Straßenansichten, Grußkarten und andere Bilddokumente des dörflichen Lebens. Der Band wird während der Ausstellungszeiten und darüber hinaus auch in der Kückhovener Filiale der Raiffeisenbank für 7,50 Euro verkauft.