Düren: Kritik an der Novellierung des Kinderbildungsgesetzes

Düren: Kritik an der Novellierung des Kinderbildungsgesetzes

Fiel schon die Bilanz des Awo-Kreisverbands nach der Einführung des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) durchwachsen aus, so sieht der Verband auch die Novellierung kritisch.

„Die höhere Nachfrage von Eltern nach Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen macht zusätzliche Anstrengungen des Landes bei der Finanzierung notwendig”, mahnt der Kreisvorsitzende Johannes Veith. Zudem müssten die ausgehandelten Kibiz-Pauschalen erhöht werden, um die erforderliche personelle Mindestberechnung zu finanzieren.

„Ein Sanierungsstau ist bei den anstehenden Maßnahmen für den Ausbau der Plätze für Kinder unter drei Jahren zu beklagen, der durch die kontinuierliche Kürzung der Sachkostenmittel verschärft wurden, betont Veith.

Zudem fordert der Awo-Kreisverband, dass schon im Rahmen des aktuellen Landeshaushaltes Mittel für Investitionen in Kindertageseinrichtungen eingestellt werden.

Der Awo-Kreisverband sieht viele Verlierer in der Kibiz-Bilanz: „Größere Probleme haben vor allen Dingen die Einrichtungen mit besonderen Betreuungsangeboten wie überlangen Öffnungszeiten oder Einrichtungen mit kleinen altersgemischten Gruppen”, betont Fachberaterin Elfriede Nöldgen. Auch viele spezialisierte Einrichtungen oder Kindertageseinrichtungen mit höherem Personalbedarf gehörten zu den Verlierern.

Aus Sicht der Awo habe sich zudem herausgestellt, dass die angestrebte Verringerung des Verwaltungsaufwandes keineswegs erreicht wurde. Elfriede mahnt Investitionen in die Ausbildung von Fachkräften an. Die Aufwertung des Erzieherinnenberufes müsse auch finanziell untermauert werden und sachlich gewollte Weiterentwicklungen wie die Familienzentren müssten ausreichend vorfinanziert werden.