Kreis Düren: „Kooperativer Kinderschutz“ in Kreis und Stadt

Kreis Düren: „Kooperativer Kinderschutz“ in Kreis und Stadt

Nach erfolgreicher Teilnahme an der dreitägigen Fortbildung „Kooperativer Kinderschutz in Stadt und Kreis Düren“ nahmen 16 Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter ihre Zertifikate aus den Händen des Diplompsychologen Georg Kilian-Hütten, Leiter der Qualifizierung, entgegen.

Im September und November werden sich weitere 32 Kräfte aus den weiterführenden Schulen ebenfalls zu Ansprechpersonen in Situationen von Kindes- oder Jugendwohlgefährdung ausbilden lassen.

Die Teilnehmenden lernten die Hintergründe und Anzeichen von Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch und anderen altersspezifischen Formen von Gefährdungen kennen sowie eine angemessene Risikoeinschätzung im Team in der Schule vorzunehmen. Sie erwarben Fertigkeiten der Dokumentation ihres pädagogischen Handelns und Kompetenzen für die oft schwierigen Gespräche mit Eltern, Jugendlichen, Kolleginnen und Kollegen und Jugendamt.

Ärzte der Kinder- und Jugendpsychiatrie, des Sozialpädiatrischen Zentrums, der Kinderschutzgruppe und des Kreisgesundheitsamtes vermittelten das aus Medizinersicht notwendige Wissen. Die ausgebildeten Ansprechpartner in den Schulen sollen nun Gefährdungssituationen für Kinder und Jugendliche früher erkennen und reagieren.

Nachdem sie praktische Trainingseinheiten absolviert und sich umfangreiches Wissen angeeignet haben, können sie den Betroffenen passgenau geeignete Empfehlungen geben und auf unterstützende Angebote staatlicher Hilfen hinweisen. Nach dem Austausch mit Vertretern der für den Kinderschutz relevanten Beratungsstellen sind sie auch über niedrigschwellige Angebote in der Region informiert und können Kontakte vermitteln. Die Polizei zählte ebenfalls zu den beteiligten Institutionen.

Nach Abschluss des Fortbildungsdurchgangs kennen die Fachkräfte die Rechtsgrundlagen des Lehrerhandelns: Neben dem noch neuen Bundeskinderschutzgesetz, dem Kinder- und Jugendhilfegesetz und dem NRW-Schulgesetz gehören dazu die Kooperationsvereinbarungen zur Zusammenarbeit, die Anfang des Jahres fast alle weiterführenden Schulen mit den beiden Jugendämtern von Stadt und Kreis Düren geschlossen haben.