Kreis Düren: Kleine Stromstöße, die Leben retten

Kreis Düren: Kleine Stromstöße, die Leben retten

Der plötzliche Herztod ist nach wie die Todesursache Nummer eins. Auch im Kreis Düren. Zugrunde liegen in den allermeisten Fällen Herzrhythmusstörungen, die durch gezielte Stromstöße behoben werden können.

Dafür werden sogenannte Defibrillatoren benötigt. „Im Durchschnitt dreimal täglich kommen sie bei Notfällen im Kreis Düren zum Einsatz”, erklärt Oliver Zorn, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Düren.

Daher ist es überlebenswichtig, dass Rettungswagen und seit zwei Jahren auch neu angeschaffte Krankentransportwagen (KTW) mit Defibrillatoren ausgestattet werden müssen. Noch aber sind im Kreis auch ältere Krankentransportwagen im Einsatz, die noch nicht über Defibrillatoren verfügten. Dieser Mangel wurde jetzt auf Initiative des Gesundheitskonferenz des Kreises Düren behoben.

Dank finanzieller Unterstützung der Sparkasse Düren, die fünf Geräte sponserte, und des Dürener Apothekers Bernd Schmitt konnte Landrat Wolfgang Spelthahn den Hilfsorganisationen sechs der lebensrettenden Geräte in Rucksäcken übergeben, die darüber hinaus noch weiteres medizinisches Notfallequipment beinhalten, darunter ein Pulsoxymeter.

„Mit diesem kleinen Gerät kann durch einen Fingerclip gemessen werden, wie gut das Blut mit Sauerstoff gesättigt ist”, erklärt Oliver Zorn. Ausgestattet mit den neuen Defibrillatoren wurden KTW der Malteser in Nideggen und Jülich, der Dürener Feuerwehr und des DRK in Düren. Zwei weitere Geräte sind für das Fahrzeug des Leitenden Notarztes und für die DLRG-Wache am Dürener Badesee vorgesehen.

„Wenn die Fahrzeuge in einigen Jahren durch neue ersetzt werden, die standardmäßig mit Defibrillatoren ausgerüstet sind, werden die jetzt angeschafften Geräte weitergegeben”, erklärt Zorn. Insgesamt sind im Kreis Düren nun 58 Defibrillatoren verfügbar. „Damit haben wir die höchste Dichte in ganz NRW”, freut sich Nicole Savelsberg vom Kreis-Gesundheitsamt.

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