Kreis Heinsberg: Kleine Forscher erleben spannende Experimente

Kreis Heinsberg: Kleine Forscher erleben spannende Experimente

Das „Haus der kleinen Forscher“ soll Kinder schon früh zum Experimentieren und Forschen anregen. Dabei setzt das Projekt auf Neugier und Wissensdurst. Die Themen werden den kleinen Forschern nicht vorgegeben, vielmehr kommen sie selbst mit Ideen und Anregungen.

Im Kreis Heinsberg wird dieses bundesweite Projekt vom Regionalen Bildungsbüro und von der Anton-Heinen-Volkshochschule repräsentiert und vorangetrieben. Dazu gehört auch die Fortbildung von Kita- und Ganztagspersonal, damit die Betreuer vor Ort auch den Wissensdurst der Kinder stillen können.

Im Kreiswasserwerk in Wegberg-Uevekoven präsentierten jetzt ­einige der bereits zertifizierten Einrichtungen, die in der Pilotphase an den Fortbildungen teilgenommen hatten, einige der Experimente. Es ging um Strom, Wasser, Luft und die vielen kleinen „Wunder“, die ein Kinderleben spannend machen können. Bei dem Treffen konnten sich Leiter und Lehrer der Grundschulen, Träger betreuender Einrichtungen und pädagogische Mitarbeiter des offenen Ganztags mehr erfahren ü ber „Das Haus der kleinen Forscher“ und die Schulungen, die das Netzwerk anbietet.

Das Kreiswasserwerk unterstützt das lokale Netzwerk auf Kreisebene jährlich mit 1500 Euro. Geschäftsführer Michael Leonards unterstrich die Bedeutung einer frühen und spielerischen Beschäftigung mit wissenschaftlichen Phänomenen des Alltags. Wasser als eines der Themenfelder sei Metier des Wasserwerks, weshalb man das Projekt gerne unterstütze.

Das Netzwerk hat mit seinen drei Trainerinnen Sandra Nievelstein, Helene Kyrieleis und Kirsten Houben-Beyß schon knapp 30 Workshops zu den verschiedenen Themen durchgeführt. Landrat Stephan Pusch überreichte den zertifizierten Einrichtungen Wimpel, die sie als „Forschungsstätten“ ausweisen. Er wandte sich direkt an die vielen anwesenden Kinder und forderte sie auf, weiter neugierig zu sein und ihre Welt zu erforschen. Auch Schulrätin Dr. Hildegard Hosterbach lobte die Verzahnung der verschiedenen Institutionen im Kreis, die das Angebot erst möglich gemacht habe. Es sei auch wichtig, dass sich die Kindertagesstätten und Grundschulen über die erworbenen Fähigkeiten der Kinder austauschten, damit die Arbeit in den Schulen und im OGS-Angebot fortgesetzt werden könne.

Beim Rundgang zu den einzelnen Experimentierstationen geriet auch mancher Erwachsene ins Staunen. Zum Beispiel darüber, wie man mit einer CD und einem Luftballon ein funktionierendes Luftkissenboot baut. Gitta Heckers vom Kindergarten St. Lambertus in Birgelen betonte, dass die Kinder sich die Themen auch selbst suchten. „Sie bringen Fragestellungen aus dem Urlaub mit, denen wir dann gemeinsam auf den Grund gehen“, betonte sie. Einen Zwang gebe es dabei nicht, denn „alle wollen mitmachen und bei den Ergebnissen gibt es kein Richtig oder Falsch“. So bauen die Kinder Wetterstationen oder setzen sich mit der Kraft der Luft auseinander.

An diesem Nachmittag im Wasserwerk gab es Experimente und Gespräche über die Zukunft des Projektes, für das alle Beteiligten gleichermaßen warben.

(hewi)