Heinsberg: Kleine Details machen den Vortrag zu einem Erlebnis

Heinsberg: Kleine Details machen den Vortrag zu einem Erlebnis

Montag, 6. Juli 2009, 3.20 Uhr, im Hause Coenen in Lindern in der Maarstraße klingelt der Wecker. Äußerst unchristliche Zeit für einen Studiendirektor, doch eine lange Reise liegt vor Heiner J. Coenen, es geht nach Ostpreußen.

Lange zurück liegt der 1. April 1961, doch so ganz kurz im Halbschlaf noch mag Heiner Coenen an diesem frühen Montagmorgen an 1961 gedacht haben. Coenen begann damals seine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann in einer Firma, die von Klaus-Dieter Metschulat geleitet wurde. Metschulat wird Coenen am Montag, dem 6. Juli, um 5 Uhr in Rheydt begegnen. Metschulat ist ehrenamtlicher Reiseleiter der Ostpreußen-Reisegruppe, der 1800 Kilometer im Reisebus bevorstehen, in die ehemalige Heimat von Coenens Lehrer Metschulat. Eine zweite Ostpreußen-Reise Coenens folgte 2010 und in diesen Tagen der Vortrag „Ein Rheinländer fährt nach Ostpreußen” in der Buchhandlung Gollenstede in Heinsberg, die Klaus-Dieter Metschulat zu der Erkenntnis brachte: „Das Interesse an Ostpreußen scheint sehr groß zu sein.” 120 Zuhörer strömten in die Buchhandlung.

Heiner J. Coenen reiste zweimal zusammen mit seinen ehemaligen Lehrherren und einmal sogar mit seiner Frau Ute nach Ostpreußen. Was er dort erlebt und gesehen hat, durften die Besucher seiner Lesung nacherleben. Coenens Lesung war nicht nur informativ, sondern wegen der lebendigen Sprache und der Illustration auch sehr unterhaltsam für das Publikum. Die kleinen Details, selber auf der langen Reise an historischen Schauplätzen nachvollzogen, machten den Vortrag zu einem Erlebnis.

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