Erkelenz-Gerderath: Kauft die Stadt das Pfarrzentrum?

Erkelenz-Gerderath: Kauft die Stadt das Pfarrzentrum?

Der Bezirksausschuss empfiehlt der Stadt, die Verwaltung mit den Verhandlungen über den Ankauf des Pfarrzentrums zu beauftragen. Ziel ist es, das ehemalige Pfarrzentrum zu erwerben und weiterhin als Bürgerhaus zu nutzen.

Aus dem zu erwerbenden Grundstück ist das ehemalige Pfarrhaus herauszunehmen und nicht zum Gegenstand der Verhandlungen zu machen. Vorangegangen war auf der Sitzung des Bezirksausschusses eine Diskussion, da einige Anwende vermuteten, dass sich die katholische Kirche in Gerderath „aus der Verantwortung ziehen” wolle.

Dem konnte der Ausschussvorsitzende Leo Schmitz nicht zustimmen. Er betonte, dass die katholische Kirche in den letzten rund 40 Jahren mit der Nutzung des Zentrums als „Mehrzweckhalle” Aufgaben übernommen habe, die eher der Stadt zufielen.

Daher sei es nur sinnvoll, die Stadt mit den Verhandlungen über den Kauf des Gebäudes zu beauftragen. Seit rund zehn Jahren habe in dem ehemaligen Pfarrzentrum kaum noch eine kirchliche Veranstaltung oder Messe stattgefunden, betonte Schmitz.

Die Mehrzahl der Veranstaltungen seien „überwiegend öffentlichen Charakters” gewesen. Daher sei ein Ankauf durch die Stadt der richtige Weg, um das Gebäude auch zukünftig im Sinne der Allgemeinheit nutzen zu können. Seitens der Stadt hatte es schon erste Gespräche mit dem Eigentümer, der katholischen Kirche, gegeben.

Auch um die zukünftige Namensgebung des Gebäudes gab es eine Diskussion. Auf der einen Seite stand die Auffassung, angesichts der Historie des Hauses den Namen des Gründers, Pfarrer Anton van Wiggen, zu wählen.

Andererseits gab es auch Befürworter eines „Bürgerhauses Gerderath”. Dem ehemaligen Pfarrer wollte man durch die Namensgebung des Platzes vor dem Pfarrzentrum Rechnung tragen. Schließlich einigte man sich darauf, zuerst einmal ein Stimmungsbild der Bevölkerung einzuholen. Solange noch kein Name gefunden worden ist, wird das Gebäude „ehemaliges Pfarrzentrum Gerderath” genannt.

Auf einer der nächsten Sitzungen soll dann über den zukünftigen Namen entschieden werden.

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