Amsterdam: Wo gibt es sehr viele Grachten?

Amsterdam: Wo gibt es sehr viele Grachten?

Grachten. Was ist das? Und wo findet man viele von ihnen? Wenn ihr in den Ferien mit der Familie einen Tagesausflug macht, habt ihr vielleicht Lust sie zu besuchen. Ihr findet die Wasserstraßen in unserem Nachbarland Niederlande. In der Hauptstadt Amsterdam, führen zum Beispiel viele Wasserstraßen mitten durch die Stadt.

Grachten gibt es dort schon seit etwa 400 Jahren. Weil sie so alt sind, stehen sie sogar unter einem besonderen Schutz. Man nennt es Denkmalschutz. Die Grachten in Amsterdam gehören auch zum sogenannten Weltkulturerbe. Der Aachener Dom gehört übrigens auch dazu.

Warum gibt es aber überhaupt die Grachten? Amsterdam war vor Hunderten Jahren zu klein und zu eng für seine vielen Bewohner geworden. Da beschlossen wichtige Leute, die Stadt zu vergrößern: Die Menschen legten also feuchte Gebiete trocken. So wurde Platz zum Beispiel für Wohnhäuser geschaffen. Bei diesen Trockenlegungsarbeiten entstanden auch große Kanäle. Sie liefen kreisförmig um Amsterdam herum. Die Wasserkanäle waren äußerst praktisch. Denn die Menschen konnten so ihre Waren auf dem Wasser in und durch die Stadt transportierten. In Amsterdam lebten damals sehr viele Kaufleute.

Mit der Zeit kamen immer mehr Wasserkanäle dazu. Inzwischen sind es 165 Kanäle. Über die Grachten führen viele Brücken. Wie es sich gehört, haben sie auch Namen: zum Beispiel Herengracht oder Keizersgracht.

Urlauber mögen es, mit einem Boot auf den Grachten umherzugondeln. Und ein Museum erzählt die Geschichte der Wasserstraßen von Amsterdam. Es ist das Grachtenmuseum. Es heißt auf Niederländisch: Museum Het Grachtenhuis. Ihr findet es an der Heren-gracht, Nummer 386 — oder im Internet unter www.hetgrachtenhuis.nl.

(dpa/me)
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