1. Karlo Clever

Gutes Wetter fürs Wachstum: Wie ein Maislabyrinth entsteht

Gutes Wetter fürs Wachstum : Wie ein Maislabyrinth entsteht

War ich hier nicht schon? Wer schon mal versucht hat, einen Weg durch einen solchen Irrgarten zu finden, weiß: Das ist gar nicht so einfach! Wie entsteht so etwas eigentlich?

Kaum zu glauben, dass man sich hier bald verlaufen kann. Landwirtin Birgit Oentrich steht auf ihrem Feld. Bis auf viele kleine, lange Dämme aus Erde ist nichts zu sehen. Nur wenn man in der Erde sucht, findet man kleine Körner. Das soll sich bald ändern: Denn die kleinen Körner sind Mais und wurden vor ein paar Tagen mit einem großen Trecker gelegt.

Mais legen – so heißt es, wenn Bauern Mais auf ihr Feld pflanzen. Bei Birgit Oentrich soll aber nicht einfach bloß Mais auf dem Feld wachsen. Bei ihr entsteht aus dem Mais ein Labyrinth. Wenn der Mais groß genug ist, können Besucher kommen und versuchen, den Weg durch den Irrgarten zu finden. „Wenn alles gut klappt, kann es am 1. August losgehen“, sagt Birgit Oentrich. Dann ist der Mais gut zwei Meter hoch.

Bis dahin will sie noch Stationen mit Fragen und Stempeln in den Irrgarten bringen. Dann können die Besucher nicht nur durch das Labyrinth spazieren, sondern auch ihr Wissen in Sachen Landwirtschaft, Jagd und Imkerei testen.

Mais braucht gutes Wetter

Birgit Oentrich hofft, dass das Wetter in den nächsten Wochen dem Mais guttut. „Mais mag es zur Keimung warm und er braucht einen feuchten Boden. Dann wächst er gut“, erklärt sie. Aber nicht nur für das Wachstum kommt es auf das Wetter an: Auch wenn der Mais groß ist, kann ihm Hagel oder Sturm gefährlich werden. „Der Mais kann umknicken und er richtet sich nicht wieder auf.“ Also drückt Birgit Oentrich die Daumen für gutes Wetter.

Ihr Labyrinth ist übrigens nicht einfach irgendein Irrgarten mit Wegen. Wenn man das Feld von oben sieht, dann soll man eine Figur erkennen. Schon im letzten Jahr hatte Birgit Oentrich ein Maislabyrinth. Da sind die Besucher in einer Biene Maja entlangspaziert.

Was es in diesem Jahr ist, soll noch geheim bleiben. Nur so viel: Die Landwirtin ist dem Zeichentrickfilm treu geblieben. Ungefähr Anfang Oktober ist der Mais aus dem Labyrinth dann reif. Dann kommt der Maishäcksler und es ist vorbei mit dem Irrgarten. Der Mais wird geerntet und kommt in die Biogasanlage. Dort wird er vergoren und bringt Energie. (dpa)

(dpa)