1. Karlo Clever

Nico Santos: Wer Musik macht, muss viel üben

Nico Santos : Wer Musik macht, muss viel üben

Schon als Kind hat Nico Santos Musik gemacht. Heute singt er selbst auf Englisch, schreibt aber auch für bekannte andere Künstler Lieder auf Deutsch. Uns hat er erzählt, ob es ihm schwer fällt, seine Lieder anderen zu überlassen.

Nico, du bist nicht in Deutschland, sondern auf der spanischen Insel Mallorca aufgewachsen. Vermisst du Mallorca?

Nico Santos: „Jetzt, wo ich seit fünf Jahren in Deutschland lebe, merke ich schon, wie gut wir es hatten, wenn wir jeden Morgen aus dem Bus zur Schule das Meer gesehen haben. Das war schon echt schön.“

Warum bist du überhaupt umgezogen?

Nico: „Es ging um die Musik. Ich habe schon immer stärker beobachtet, was sich musikalisch in Deutschland tut als in Spanien. In Spanien steht Musik auf Spanisch meist im Mittelpunkt. In Deutschland sind es Lieder auf Deutsch oder auf Englisch. Weil ich auf Englisch singe, wollte ich deswegen lieber nach Deutschland.“

Wann hast du zum ersten Mal Musik gemacht?

Nico: „Musik war in unserer Familie immer das, was uns verbunden hat. Das ist wunderschön. Als ich drei Jahre alt war, habe ich eine Michael-Jackson-Kassette bekommen. Da habe ich angefangen, Musik zu lieben. Mit zwölf Jahren habe ich dann meine ersten eigenen Songs geschrieben.“

Hast du die damals auch irgendwo vorgespielt?

Nico: „Meine Familie und ich hatten eine Band, die ,Welly Family‘. Wir sind zusammen auch über die Insel getingelt. Wichtig war auch die Schule, da hatte ich ganz viele Auftritte. Und dann ging es auch damit los, dass ich Musik-Videos gemacht habe und sie im Internet hochgeladen habe.“

Hast du für junge Musiker Tipps?

Nico: „Jeden Tag üben! Auch wenn es erstmal schrecklich klingt: Das ist das, was man auf jeden Fall tun sollte. Als ich so 14 und 15 Jahre alt war, habe ich mich zwei Jahre fast eingeschlossen in meinem Zimmer. Ich habe nichts anderes gemacht, außer Musik zu hören und Musik nachzusingen. Deswegen würde ich sagen: Schreibe jeden Tag einen Song.“

(dpa)