1. Karlo Clever

Was steckt in der Sonnencreme?

Was steckt in der Sonnencreme?

Wie riecht der Sommer? Nach dem Chlorwasser im Freibad. Vielleicht auch nach Erdbeereis. Und ganz klar: nach Sonnencreme! Sie ist bei fast allen Ausflügen dabei.

Sonnencremes sind ein wichtiger Schutz. Sie helfen, damit die starken Sonnenstrahlen keinen Schaden anrichten können. Denn bekommt die Haut zu viel Sonne ab, steigt die Gefahr, dass sie später krank wird.

Spiegel, Filter, Transporter, Helfer

Wie genau Sonnencremes funktionieren, weiß der Arzt Peter Höger. „Es gibt zwei Sorten“, erklärt er. „Die eine wirkt wie ein Spiegel auf der Haut.“ Darin stecken Stoffe mit schwierigen Namen: Zinkoxid oder Titandioxid. „Das sind kleine Kristalle, die Sonne zurückwerfen“, sagt der Arzt. So können die Strahlen nicht in die Haut eindringen.

Diese kleinen Spiegel bleiben oben auf der Haut liegen. Man erkennt sogar, dass sie da sind, obwohl sie winzig sind. „Man sieht dann etwas bleich aus, ein bisschen geweißelt“, sagt Peter Höger. Das ist praktisch: Man sieht genau, ob man wirklich am ganzen Körper gut eingeschmiert ist.

Die zweite Sorte Sonnenschutz wirft die Strahlen nicht zurück. Sie fängt sie stattdessen ein. Man nennt diese Art von Stoffen Filter. Die nehmen die Energie der Sonne auf und können sie in harmlose Wärme umwandeln. Manche Experten sagen allerdings, dass einige Arten dieser Filter nicht so gut sind. Denn sie könnten durch die Haut ins Blut gelangen. „Wohin sie nicht gehören“, sagt der Arzt Peter Höger.

Damit sich die schützenden Filter oder Kristalle gleichmäßig auf der Haut verteilen, brauchen sie noch eine Art Transporter. Denn unsere Haut ist rau — mit winzigen Hügeln. Für den richtigen Sonnenschutz sollten die Stoffe nicht in die Haut sinken, erklärt Peter Hansen. Der Forscher arbeitet bei einer Firma, die Sonnenschutzmittel herstellt. „Wir brauchen sie ganz oben, wie einen Sonnenschirm.“

Cremes bestehen aus Wasser und Öl. Doch diese beiden Stoffe mögen sich nicht, freiwillig würden sie sich nie vermengen. Es braucht also einen Hilfsstoff: Man nennt ihn Emulgator. Der bringt das Wasser und das Öl zu einem stabilen Gemisch zusammen. So haftet die Creme und die Haut ist gut geschützt.

(dpa)