Aachen: Was sollen Kameras in Bahnhöfen?

Aachen: Was sollen Kameras in Bahnhöfen?

In einigen Bahnhöfen in Deutschland gibt es Videokameras. Die Polizei, Politiker und die Bahn wollen damit für mehr Sicherheit sorgen. Schon im August des vergangenen Jahres, also im Jahr 2013, hatte der oberste Chef der Polizei in Deutschland, der Bundesinnenminister, mit der Bahn eine Vereinbarung darüber getroffen.

Darin steht: Im Laufe der nächsten sechs Jahre ab 2013 soll die Videoüberwachung an Bahnhöfen in Deutschland ausgebaut werden. Vereinbart wurde auch, in welchem Tempo das geschehen soll. Denn der Aufbau der Kameras kostet natürlich Geld — und das hat auch der Staat nicht unbegrenzt zur Verfügung.

Bis jetzt gibt es 4800 Videokameras in 640 Bahnhöfen. Insgesamt gibt es fast 5400 Bahnhöfe in Deutschland. Die meisten Bahnhöfe haben also noch keine Videoüberwachung.

Die Bahn hat jetzt gesagt: Das alles geht nicht schnell genug. Deshalb hat sie entschieden, auf eigene Kosten Kameras zu installieren. Etwa 700 solcher Kameras will die Bahn im kommenden Jahr an etwa 100 Stationen zusätzlich aufbauen. Welche Bahnhöfe das sein werden, das hat die Bahn noch nicht verraten. Bis zu drei Tage sollen die Aufzeichnungen gespeichert werden. Danach werden die Filme gelöscht.

Auslöser für die Vereinbarung über die Videoüberwachung im August 2013 war übrigens ein großer Schrecken. Am 10. Dezember 2012 stand auf dem Bahnhof in Bonn ein herrenloser Koffer. Darin war ein Sprengsatz. Zum Glück ist damals nichts passiert. Aber es hätte etwas Schlimmes passieren können.

(me)
Mehr von Aachener Nachrichten