Warschau: Was geschah vor 70 Jahren?

Warschau: Was geschah vor 70 Jahren?

Der 1. August ist in unserem Nachbarland Polen ein sehr wichtiger Tag. An diesem Tag denken die Menschen dort besonders an den 1. August 1944. Das ist nun schon fast 70 Jahre her. An diesem Tag vor 70 Jahren haben mutige Männer von Warschau aus versucht, die Deutschen aus ihrem Land zu vertreiben.

Die Deutschen hatten Polen überfallen und besetzt und sehr vielen Menschen dort viel Schlimmes angetan. Ihr könnt Euch das kaum vorstellen, was damals alles geschehen ist. Es war sehr schrecklich.

Dass Ihr in diesem Sommer vielleicht mit Euren Eltern an der polnischen Ostsee Badeurlaub gemacht habt: Das war vor etlichen Jahren noch unmöglich. Denn natürlich war es für die Polen nicht so einfach, alles Schreckliche aus dem Krieg irgendwann zu verzeihen. Es setzte zum Beispiel auch voraus, dass Menschen aus Deutschland stellvertretend für die Übeltäter Reue zeigten. Das ist zum Glück geschehen. Das hat unser Bundespräsident Joachim Gauck am Dienstag dann auch noch einmal besonders betont. Er hat in Berlin gemeinsam mit dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski eine Ausstellung eröffnet. Die Ausstellung soll an die Menschen erinnern, die bei dem Warschauer Aufstand starben.

Der polnische Präsident Bronislaw Komorowski war besonders gerührt, denn der Chef des Warschauer Aufstands, der Oberbefehlshaber, gehört zur Familie des Präsidenten. Unser Bundespräsident Joachim Gauck hat gesagt, für ihn grenze es „an ein Wunder, dass Polen und Deutsche heute nicht nur Nachbarn sind, die sich vertragen, sondern Freunde, die sich mögen“.

Bei der Ausstellungseröffnung waren auch Veteranen dabei. Das sind Männer, die die grausame Zeit als Soldaten noch selber miterleben mussten.

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