Warum gibt es weniger alte Haustierrassen?

Warum gibt es weniger alte Haustierrassen?

Das Waldschaf, das Glanrind oder das Deutsche Sattelschwein — all dies sind Tiere, die noch vor rund hundert Jahren auf vielen Bauernhöfen lebten. Heute dagegen kennt man diese Rassen kaum noch.

Viele Haustierrassen sind vom Aussterben bedroht. Die Tiere werden immer seltener. Das liegt auch daran, dass sich in der Landwirtschaft viel geändert hat.

Eine Kuh lieferte früher nicht nur Milch und Fleisch. Sie musste auch den Pflug übers Feld ziehen. Einige alte Haustierrassen waren besonders dafür geeignet, solche Alleskönner zu sein. Heute wird von den Tieren auf dem Bauernhof ganz anderes verlangt. Da soll eine Kuh zum Beispiel nur Milch geben. Und zwar so viel wie möglich.

Auch deshalb sind nur einige wenige Tierrassen in der Landwirtschaft bei uns sehr verbreitet. Die Tiere dieser Rassen sind sozusagen Spezialisten auf ihrem Gebiet. Die anderen Rassen werden nicht mehr so dringend gebraucht. Tierschützer fordern, dass auch sie erhalten bleiben. Zum Beispiel, weil sie besonders robust oder genügsam sind. Oder weil etwa eine alte Hühner-Rasse besonders leckere Eier legt. Und weil es einfach schade wäre, wenn es bestimmte Bauernhof-Tiere gar nicht mehr gäbe.