1. Karlo Clever

Karlo Clever: Tierisches aus dem Jahr 2018

Karlo Clever : Tierisches aus dem Jahr 2018

Hast du schon ein Schwein mit Känguru-Schwanz gesehen? Manche Tiere erinnern an so eine Mischung. Doch das war nicht die einzige spannende Tiergeschichte bei Karlo Clever.

„Oh, wie süüüß!“ Viele Leute lieben Tiere. Auch im Jahr 2018 gab es wieder lustige und traurige Geschichten, von Schildkröten über Erdferkel bis zu Taubenschwänzchen.

In den Vereinigten Staaten von Amerika machte ein tierischer Rollstuhl neugierig. Denn da saß kein Mensch drin. Stattdessen rollte eine Schildkröte damit durch die Gegend. Das Tier war schwer verletzt in einem Park gefunden worden. Es hatte mehrere Brüche an seinem Bauchpanzer, am unteren Teil der Schale. In der Klinik eines Zoos wurde das Tier operiert. Danach musste die Schale künstlich zusammengehalten werden. Damit sich die Schildkröte besser bewegen konnte, baute ihr das Zoo-Team einen Rollstuhl. Aus Lego! So konnte ihr Panzer gut verheilen. Anschließend sollte die Schildkröte wieder in den Park zurückkehren.

Die Schildkröte ist durch ihren Panzer ziemlich gut geschützt. Verglichen damit sehen Erdferkel total nackt aus. Sie haben lange Ohren wie ein Hase, einen Rüssel wie ein Schwein und einen Schwanz wie ein australisches Känguru. Erdferkel leben in Afrika in Erdhöhlen, die sie sich selbst graben. Auch bei Gefahr versuchen sie, sich schnell einzugraben. Zu ihren Feinden gehören Löwen, Hyänen und Leoparden. Außerdem nutzen Erdferkel ihre kräftigen Klauen, um in den Hügeln von Ameisen oder Termiten nach Nahrung zu graben. Mit ihrer langen klebrigen Zunge schlecken sie die Insekten auf und fressen sie. In einem Zoo in der Stadt Frankfurt am Main kam dieses Jahr das Erdferkel-Baby Memphis zur Welt. Oder müsste man nicht eigentlich Erdferkel-Ferkel sagen?

Auch im Duisburger Zoo erkundete ein kleines Tier seine neue Umgebung. So richtig geheuer schien dem Wombat Apari die aber noch nicht zu sein. Anfangs versteckte sich der kleine Wombat noch bei seiner Mutter. Wombat-Babys hatte es in dem Zoo schon seit 40 Jahren nicht mehr gegeben. Nach der Geburt blieb Apari für längere Zeit im Beutel seiner Mutter. Doch irgendwann hatte die Mama genug - und Apari musste allein zurechtkommen. Wombats gehören zu den Beuteltieren – so ähnlich wie Kängurus. Das passt: In freier Natur leben Wombats und Kängurus weit weg in Australien. Auf dem Kontinent sind auch die Koalas zu Hause. Mit diesen kuscheligen Tieren hatte Apari im Zoo auch schon zu tun.

Das Taubenschwänzchen klingt zwar auch ziemlich niedlich. Kuschelig ist der Schmetterling aber höchstens an seinem Hinterteil. Oft wird das kleine Insekt mit einem Vogel verwechselt. Denn wenn das Taubenschwänzchen umherschwirrt, sieht es fast aus wie ein Kolibri. Das Taubenschwänzchen ernährt sich ebenfalls von Nektar. Im Schwirrflug saugt es ihn mit seinem Rüssel aus den langen Blütenkelchen. Im Frühsommer kamen wieder viele Taubenschwänzchen aus Südeuropa nach Deutschland. Vor allem in Süddeutschland kann man sie dann an Orten entdecken, an denen Blumen mit viel Nektar wachsen. Wegen der milden Winter in Deutschland bleiben einige der Schmetterlinge auch das ganze Jahr über hier.

(dpa)