1. Karlo Clever

Google & Co.: Suchmaschinen richtig nutzen

Google & Co. : Suchmaschinen richtig nutzen

Wissen bedeutet heute oft, die Kenntnis zu haben, wo etwas steht. Denn im Internet liefern Google & Co. schnell Antworten auf alle möglichen Fragen. Doch ist es wirklich so einfach?

Wie hoch ist der höchste Berg der Welt? Wann lebte Mozart? Was ist ein Schokoladen-Fruchtzwerg? Solche Fragen lassen sich schnell beantworten. Einfach das passende Wort googeln und schon spuckt die Suchmaschine eine Antwort aus. Auch bei Hausaufgaben oder Referaten kann das Internet helfen. Aber ein gutes Ergebnis zu finden, ist nicht immer einfach.

Wer schon mal eine Suchmaschine benutzt hat, weiß: Statt einer passenden Antwort kann das Programm auch viel Quatsch anbieten. Die Suchmaschine zeigt zwar sofort eine lange Liste mit Internetseiten an. Die enthalten auch das gesuchte Stichwort. Doch unter den ersten Treffern ist Werbung, Werbung und noch mehr Werbung.

Das Beste nicht immer oben

„Leider stimmt es nicht, dass in einer Suchmaschine das beste Ergebnis immer ganz oben steht“, erklärt die Fachfrau Deborah Woldemichael. „Stattdessen können auch Seiten mit Werbung oder falschen Informationen angezeigt werden.“ Der Grund ist: Hinter einer Suchmaschine steckt ein Programm, das Internetseiten durchstöbert. Die gefundenen Seiten ordnet es dann in einer bestimmten Reihenfolge an. Je besser eine Seite scheinbar zur Suche passt, desto weiter oben landet sie in der Trefferliste. Wer eine Internetseite betreibt, will oben auf solchen Listen landen. Denn das Geldverdienen klappt am besten, wenn viele Leute diese Seite besuchen. Um von einer Suchmaschine gefunden zu werden, baut man deshalb passende Stichwörter in die Seite ein. Oder man bezahlt eine Suchmaschine wie Google dafür, die Internetseite weiter oben aufzulisten.

Die passenden Ergebnisse

Wenn man weiß, wie Suchmaschinen funktionieren, kann man sie auch besser bedienen: „Genaue und richtig geschriebene Begriffe in der Suchleiste führen zu passenderen Ergebnissen“, sagt die Expertin. „Das ist besser als Wortfetzen einzutippen oder mit der Spracherkennung eine Frage aufzusagen.“

Dann geht es darum, aus den Ergebnissen die richtigen Treffer auszuwählen. Denn nicht alles, was jemand im Internet schreibt oder erzählt, stimmt auch. „Man sollte immer prüfen, wer hinter einer Internetseite steckt“, sagt Deborah Woldemichael. „Darum sollte man sich stets fragen: Ist das sachlich geschrieben? Ist die Information glaubwürdig? Steht das auf einer anderen Seite auch so?“ Auch ein Blick auf das sogenannte Impressum kann helfen. Es zeigt, wer für die Internetseite verantwortlich ist. Lass dir von Erwachsenen helfen, zu unterscheiden, ob das Fachleute sind oder nicht.

Und was ist nun mit Mozart?

Und was ist nun mit Mozart, dem höchsten Berg und dem Schokoladen-Fruchtzwerg? Such doch einfach mal im Internet. Kleiner Tipp: Der Fruchtzwerg hat nichts mit einem Nachtisch zu tun.

(dpa)