So wird das Internet schneller

So wird das Internet schneller

Wer im Internet häufig Spiele spielt, kennt das vielleicht: Man ist gerade supergut dabei, zum Beispiel mit seiner Fußballmannschaft oder beim Kämpfen mit seinem Avatar — und plötzlich ruckelt das Bild! Vielleicht bricht sogar das Spiel ab und man verliert. Das ist ärgerlich.

Wenn das passiert, kann es damit zu tun haben, auf welche Weise Daten wie Spiele und Videos über das Internet in die Wohnung transportiert werden. Viele Leute nutzen zu Hause WLAN. Dafür sausen normalerweise alle Daten, die man sich über das Internet anschaut, durch Kabel bis zum WLAN-Router im Haus, erklärt der Experte André Wieschollek.

Das Material dieser Kabel hat großen Einfluss darauf, wie schnell die vielen Datenmengen zu uns gelangen. Sehr große Datenmengen, wie zum Beispiel Internet-Spiele mit tollen Grafiken, können besonders gut mit Kabeln aus Glasfasern transportiert werden. Infos wie Bilder und Töne werden dabei in Licht umgewandelt und durch die Kabel geschickt. Am Ende werden sie zurückgewandelt. Dabei reisen sie fast mit Lichtgeschwindigkeit. Die Glasfaser selbst ist so dünn, dass man sie kaum sehen kann.

Sie ist etwa so dick wie ein menschliches Haar und besteht aus einem speziellen Glas. Es ist biegsam. Um die feine Faser wird meist eine dünne, farbige Schicht gelegt: der Mantel. „Der dient als Schutz und man kann die Glasfaser durch ihn besser erkennen“, sagt der Experte. Je nachdem, wo und für was die Kabel verlegt werden, kommen sie einzeln oder als Bündel zum Einsatz. Wo noch keine Glasfaser-Kabel verwendet werden, sind meist Leitungen aus dem Metall Kupfer im Einsatz. Damit können aber nicht so viele Daten transportiert werden.

Am Computer oder Smartphone merkt man das vor allem, wenn man sehr große Datenmengen abruft. Eine Internetseite kann sich dann zum Beispiel langsamer aufbauen und es dauert einen Moment, bis man alle Bilder sieht. Kupfer-Leitungen sind nicht für die vielen Informationen gedacht gewesen. „Früher brauchte man sie nur für Telefongespräche. Heute schicken aber durch das Internet immer mehr Menschen immer mehr Daten hin und her“, sagt André Wieschollek. Daher musste ein neuer Transportweg her: zum Beispiel die Glasfaser-Kabel.

(dpa)
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