1. Karlo Clever

Festival für selbstgebaute Musik: Musik mit dem Gartenschlauch

Festival für selbstgebaute Musik : Musik mit dem Gartenschlauch

Aus allen Ecken trötet, scheppert, zirpt, rasselt und rumpelt es. Einmal im Jahr findet in der Stadt Berlin ein besonderes musikalisches Fest statt: das Festival der selbst gebauten Musik.

Junge und ältere Musiker stellen dort ihre Instrumente vor. Darunter sind zum Beispiel Gitarren aus Dosen, singende Nähmaschinen und auch ein Orchester aus Gummibällen. Die einzige Regel beim Festival: Die Musiker müssen die Instrumente selbst hergestellt haben.

Auf dem Festival gibt es auch viele Stände zum Mitmachen. Dort können Besucher Instrumente selbst bauen. Die Stand-Betreuer helfen dabei. Beim jüngsten Festival waren auch Julian und Bruno dabei. Die beiden Freunde hatten viel Spaß daran, Instrumente zu basteln.

Als erstes bauten Julian und Bruno eine Gitarre aus einer alten Dose. „Das war gar nicht so schwer“, erklären sie und klimpern ein Duett auf ihren Instrumenten. Gemeinsam machen sich die Jungs nun an eine neue Aufgabe. Sie wollen ein Blasinstrument bauen: eine Trichtertrompete.

Selbstgemacht: Ob ein Klapper-Instrument oder eine Trichtertrompete – mit wenigen Materialien kann man zu HauseMusikinstrumente basteln. Foto: Kindernachrichten/dpa-infografik

Dafür nimmt jeder der Jungs folgende Gegenstände: einen etwa 1,50 Meter langen Schlauch, zum Beispiel einen Gartenschlauch, festes Klebeband, eine Schere, einen Trichter und einen Plastikkorken von einer Sektflasche.

Am unteren Ende des Korkens schneidet eine Bastelhelferin ein kleines Stück ab, sodass ein Loch im Korken entsteht. Die Kappe am oberen Ende des Korkens hat sie weggeworfen. Der Rest wird zum Mundstück der Trompete.

Den Schlauch rollen Julian und Bruno auf. Damit er auch zusammengerollt bleibt, wickeln sie an zwei Stellen Klebeband darum. Die beiden Enden des Schlauchs gucken etwa gleich lang aus dem Kreis heraus. Auf das vordere Ende stecken die Jungs den Korken. In das hintere Ende stecken sie den Trichter, mit dem dünnen Ende zuerst.

Nur 15 Minuten hat das Basteln gedauert. Dann befestigen die Jungs den Trichter zur Sicherheit auch mit Klebeband am Schlauch. Dann ist es so weit: Sie pusten hinein – und ein langes „Trööööt“ erklingt!

(dpa)