1. Karlo Clever

„The Voice Kids“: Michèle singt immer weiter

„The Voice Kids“ : Michèle singt immer weiter

Die Gewinnerin der ersten „The Voice Kids“-Sendung macht auch sechs Jahre danach noch Musik. Sie ist jede Woche im Tonstudio und schreibt ihre eigenen Songs.

Vor sechs Jahren stand Michèle Bircher mit einem Mikrofon auf einer großen Bühne. Viele Fernsehkameras waren auf sie gerichtet. Dabei sang sie ein Lied der US-Sängerin Beyoncé. Sie begeisterte das Publikum und die Jury der Sendung „The Voice Kids“ und wurde die erste Siegerin der Show.

Damals war Michèle zwölf Jahre alt, trug eine Zahnspange und einen Pferdeschwanz. Heute ist sie erwachsen. Zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester wohnt die 18-Jährige in einem kleinen Dorf in der Schweiz. Die Zahnspange und den Pferdeschwanz hat Michèle heute nicht mehr. Aber noch immer eine tolle Stimme.

„Musik ist das Wichtigste in meinem Leben. Immer, wenn ich Zeit habe, mache ich Musik“, sagt sie. Das klappt aber nicht immer. Manchmal kommt Michèle spät abends von der Arbeit und darf zu Hause nicht mehr laut singen. „Meine kleine Schwester ist 14 und geht früh ins Bett“, sagt sie.

Dann nimmt Michèle Rücksicht. Schließlich muss ihre Schwester früh aufstehen, um in die Schule zu gehen. Auch Michèle ging nach ihrem Sieg bei „The Voice Kids“ erst mal wieder normal zur Schule.

Sie schaffte ihren Schulabschluss und macht nun eine Ausbildung zur Friseurin, um später einen sicheren Job zu haben. „Die Konkurrenz ist einfach sehr groß im Musikgeschäft. Es gibt viele, die gut singen können. Darum ist es sicherer, einen Abschluss zu haben“, sagt sie.

Unter der Woche arbeitet Michèle in der Stadt Basel in einem Friseursalon. An den Wochenenden hat sie oft Auftritte auf Galas oder anderen Veranstaltungen. Jeden Mittwoch geht sie außerdem ins Tonstudio. Dort schreibt sie ihre eigenen Lieder.

Hat sie einen Tipp für Kinder, die gerne singen? „Singt immer mit Freude und versucht, vor anderen Leuten aufzutreten, wenn es irgendwie geht“, sagt sie. Denn dadurch werde man sicherer.

(dpa)