1. Karlo Clever

E-Sportler am Limit: Kleine, sehr genaue Bewegungen

E-Sportler am Limit : Kleine, sehr genaue Bewegungen

Die Spieler MoAuba und Flash sind sehr beschäftigt. Aber wenn man sie vor ihren Bildschirmen sieht, könnte man fast denken: Sie langweilen sich. Denn sie sitzen vor dem Computer, starren auf den Bildschirm und bewegen sich eher wenig.

MoAuba und Flash sind E-Sportler. Das heißt, sie verdienen ihr Geld damit, Videospiele zu spielen. Auch wenn es nicht so aussieht: Tatsächlich passiert im Körper der beiden Profis jede Menge! Das gilt auch für Leute, die Computerspiele in ihrer Freizeit spielen.

Bis zu 400 kleine, aber sehr genaue Bewegungen machen E-Sportler pro Minute, sagen Wissenschaftler der Sporthochschule in der Stadt Köln. Außerdem sind die Spieler sehr aufmerksam. Sie müssen sofort reagieren, und ihnen darf nichts entgehen. Doch trotz der Anstrengung führen E-Sportler oft kein gesundes Leben, sagen die Forscher.

Deshalb haben sie sich Videospieler genauer angesehen. Für eine Studie befragten die Wissenschaftler 1200 Spieler. Sie hoffen, dass sie mit den zusätzlichen Infos zum Beispiel das Training der E-Sportler verbessern können.

Denn wer wirklich viel am Computer spielt und damit vielleicht sogar Geld verdient, sollte nicht nur das Spiel üben, sondern auch sonst fit sein, sagen die Experten. Allerdings: „Nur knapp die Hälfte der Befragten erreicht das empfohlene Mindestmaß von 2,5 Stunden Bewegung in der Woche“, erklärte einer der Forscher am Donnerstag.

Weil E-Sportler viel sitzen, bekommen sie häufig Rückenschmerzen. Auch Schmerzen im Ellenbogen können vorkommen. Oft sagt man auch Mausarm dazu, weil die Schmerzen durch die Haltung beim Arbeiten mit der Computer-Maus entstehen können.

Um das zu vermeiden, sei es wichtig, nicht nur E-Sport zu betreiben, sondern auch anderen Sport. Auch eine gesunde Ernährung spielt eine Rolle. Die Forscher meinen: Wer das beachtet, ist auch in den Computerspielen besser.

(dpa)