Junior-Chor aus Berlin kommt ins Fernsehen

Junior-Chor aus Berlin kommt ins Fernsehen : Mit Weihnachtsmütze singen

Aufgepasst, Kamera läuft! Gerade übt ein Chor für einen Fernsehauftritt. Schon vorab begleitet ein Kamera-Team die jungen Sängerinnen und Sänger. Wir blicken hinter die Kulissen.

„So, Ruhe bitte“, ruft der Aufnahmeleiter. An den beiden Kameras gehen winzige, rote Lichter an. Jetzt beginnen die Dreharbeiten. Am Klavier wird es still. Etwa 20 Kinder mit Weihnachtsmützen warten, bis Lehrer Olgierd Bohuszewicz ein Zeichen gibt: Er nickt mit dem Kopf zu seinem Chor und schlägt die ersten Töne auf dem Klavier an.

„Beeerlin, Beeerlin. Beeerlin Neukölln“ singen die Kinder daraufhin mehrmals kurz hintereinander. Neukölln heißt der Berliner Stadtteil, in dem ihre Schule steht. Mit dieser kurzen Gesangs-Einlage soll der Junior-Chor der Evangelischen Schule bald in der Fernseh-Show „Kika LIVE“ zu sehen sein. Dort treten die Kinder gegen zwei weitere Chöre an.

Um den Berliner Chor vorzustellen, dreht das Kika-Kamerateam an diesem Tag mehrere kurze Filme. Nicht alles klappt beim ersten Mal. „Das sollten wir noch einmal machen“, sagt der Lehrer. „Da haben nicht alle zusammen gesungen.“ Also alles wieder auf Anfang. Die Kamerafrau rückt ihre Kamera zurecht, die Tontechnikerin streckt ihr langes Mikrofon wieder Richtung Klavier aus.

Kinder nehmen Aufregung gelassen

So viel Aufregung um ihren Chor: Doch die Schülerinnen Liv Dinkel und Marieke Mahnke nehmen es gelassen. „Ich spiele seit der dritten Klasse Theater“, sagt die 13-jährige Liv. Und auch Marieke schauspielert ab und zu. Beide wissen also, wie es sich anfühlt, im Rampenlicht zu stehen. „Doch mit Kamera ist es schon etwas anders“, gibt die 14 Jahre alte Marieke zu.

Gut, dass da Kika-Live-Moderator Ben ein bisschen für Ablenkung sorgt. Auch er ist bei den Dreharbeiten dabei. In den Pausen witzelt er mit den Chor-Kindern – etwa als jemand auf seinem roten Pullover ein paar Fusseln entdeckt. „Blöde Katze“, murmelt Ben. „Die hat bestimmt wieder in meinem Pullover geschlafen.“ Alle müssen lachen.

Doch schnell wird es wieder ernst. Schließlich sollen bald alle Aufnahmen gemacht sein. Der Chor ist schon gespannt, wie das Ergebnis am 2. und 6. Dezember im Fernsehen aussehen wird.

(dpa)
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