1. Karlo Clever

Computerchips: Im Alltag kaum noch wegzudenken

Computerchips : Im Alltag kaum noch wegzudenken

Viele Fabriken haben ein Problem: Ihnen fehlen Elektrochips als Bauteile für die Elektronik. Dabei werden immer mehr davon gebraucht! Gerade für Geräte, die wir täglich nutzen.

Im Computer, im Smartphone und im Auto – überall stecken Chips. Nein, keine aus Kartoffeln, sondern Elektrochips. Das sind Bauteile für alle möglichen Geräte mit Elektrotechnik.

Chips nehmen elektrische Signale auf, verarbeiten sie und leiten sie weiter. Alle elektronischen Geräte, die irgendetwas berechnen, tun das mit ihren eingebauten Chips. Sie speichern Daten, steuern Computerprogramme oder regeln im Auto das Licht, sogar den Motor.

Informationen werden gespeichert

Diese Chips, die auch Halbleiter genannt werden, sind winzige Steinchen. Sie sitzen auf einer Scheibe, die Wafer (gesprochen: Wäifa) heißt, und bestehen heute meist aus dem chemischen Element Silizium. Dieser Stoff kann elektrischen Strom leiten, ihn aber auch abschirmen. Diese Eigenschaft macht es möglich, Signale gezielt in bestimmte Richtungen zu lenken. In die Silizium-Steinchen werden unzählige kleine Schalter eingesetzt: die Transistoren. Sie sorgen dafür, dass Informationen gespeichert und verarbeitet werden.

Die einzelnen Teile für Halbleiter kommen aus der ganzen Welt. Allerdings fertigen nicht viele Hersteller solche Chips an. „Während seiner Herstellung ist ein Chip durchschnittlich mehr als zwei Mal um die Welt gereist“, erklärt der Fachmann Wolfgang Weber.

Corona hat das Problem vergrößert

Gleichzeitig wollen mehr Firmen Chips verwenden. „Überall sind heute Mikrofone, Kameras, Lautsprecher, Sensoren und kleine Computer verbaut“, erklärt der Experte. „Das führt gerade dazu, dass es nicht sofort genügend Chips für alle gibt und manche Hersteller warten müssen.“

Die Corona-Krise hat dieses Problem vergrößert. Sie störte die Zusammenarbeit zwischen Herstellern von Chips, den Lieferanten und den Kunden, also den Firmen. „Der Transport wurde durch die Regeln erschwert und die Lieferzeiten länger“, erklärt der Fachmann.

Außerdem wussten die Autobauer nicht mehr, wie viele Autos die Menschen künftig kaufen wollen. Stattdessen fertigten die Hersteller Chips für Laptops, Smartphones und Spielekonsolen an. Nun haben die Autobauer ein Problem: „Zwar ist die Nachfrage der Leute nach Autos wieder groß“, sagt Wolfgang Weber. „Aber die benötigten Chips haben andere Hersteller bekommen.“

(dpa)