Haubentaucher: Ein Jäger unter Wasser

Haubentaucher : Ein Jäger unter Wasser

Haubentaucher tragen ihren Nachwuchs auf dem Rücken. Warum machen sie das? Und was machen diese Vögel eigentlich immer wieder unter Wasser? Hier erfährst du es.

Der Haubentaucher ist ein Wasservogel und ungefähr so groß wie eine Ente. Er lebt in verschiedenen Gewässern überall in Europa. Auch im Norden von Afrika, in Asien und in Australien gibt es Haubentaucher. Seinen Namen hat er, weil er eine Art Haube aus Federn auf dem Kopf trägt. Außerdem taucht er.

Aber was macht der Haubentaucher unter Wasser? „Er sucht nach Nahrung“, sagt der Vogel-Experte Marius Adrion. „Der Haubentaucher frisst vor allem Fische und die schwimmen ja unter Wasser.“

Neben Fischen stehen auch Wasserinsekten und kleine Krebse auf dem Speiseplan des Haubentauchers. Er ist also ein Unterwasser-Jäger. Außerdem ist er unter Wasser schneller unterwegs als über Wasser.

Haubentaucher können auch fliegen, aber nicht besonders gut. Sie ziehen im Winter nicht in den Süden. Sie suchen sich zum Überwintern Gewässer, die nicht zufrieren. Große Seen zum Beispiel. 

Nach dem Winter beginnt die Brut der Haubentaucher. Drei bis vier Eier brütet ein Haubentaucher-Pärchen aus. Kurz nachdem die Küken aus dem Ei geschlüpft sind, können sie schon schwimmen. „Es sind Nestflüchter“, sagt Marius Adrion. So werden Tiere genannt, die sich schon am ersten Tag ihres Lebens von alleine aus dem Nest bewegen können. Trotzdem müssen auch Haubentaucher-Küken noch von ihren Eltern beschützt werden: vor Feinden und vor Nässe und Kälte.

„Das Gefieder der Jungen ist noch nicht ganz wasserdicht“, erklärt der Experte. Außerdem wärmt es die Kleinen noch nicht so gut. „Andere Vögel nehmen ihren Nachwuchs unter die Flügel, um sie zu schützen. Wasservögel setzen sie auf den Rücken“, sagt der Experte. Sie werden also selbst zu schwimmenden Nestern.

(dpa)
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