Die Eiskönigin ist zurück: Filmfiguren lassen sich gut verkaufen

Die Eiskönigin ist zurück : Filmfiguren lassen sich gut verkaufen

Der nächste „Eiskönigin“-Film ist da. Nach sechs Jahren. Doch so richtig weg waren Elsa und Anna, Olaf und Sven nicht. Denn in vielen Kinderzimmern wohnen sie die ganze Zeit.

Eiskönigin Elsa und ihre Schwester Anna wirbeln wieder durch die Kinos. Denn ab heute startet der Disney-Film „Die Eiskönigin 2“. Mit dabei ist wie schon im ersten Teil des Films auch der Schneemann Olaf.

Doch nicht nur im Kino tauchen Elsa und ihre Freunde auf. Sie erscheinen auch auf Kissen und Rucksäcken, auf Adventskalendern und Schminktischen, auf Brotboxen und Haarspangen, sogar auf Müslis und Joghurts. „Olaf ist dabei der heimliche Star“, sagt Katrin Seemann von der Firma Ravensburger. Ihre Firma hat Puzzles, Bastelprodukte, Spiele und vieles mehr mit den Figuren hergestellt.

Warum aber machen die Firmen das? Das kann der Anwalt Thomas Glückstein gut erklären. „Firmen wie Ravensburger hoffen, dass so ihre Produkte häufiger gekauft werden“, sagt er. Denn viele Kinder kennen die Eiskönigin und mögen sie. Sehen sie dann etwa ein Spiel mit den Figuren drauf, kaufen sie es vielleicht eher, als wenn die Figur nicht drauf wäre.

Doch diese Firmen sind nicht die einzigen, mit der Eiskönigin Geld verdienen. Auch das Film-Unternehmen Disney hat etwas davon. „Denn niemand darf einfach so ‚Die Eiskönigin’ oder ‚Frozen’ auf sein Produkt schreiben“, sagt Thomas Glückstein. Disney hat nämlich Rechte an dem Titel und den Zeichnungen der Figuren. Also ist nur Disney berechtigt, diese zu verwenden.

Will nun eine andere Firma eine Olaf-Figur oder ein 3D-Puzzle des Schlosses Arendelle herstellen, muss sie Disney fragen. Selbst wenn jemand ein Theaterstück oder eine Eis-Show zum Thema Eiskönigin aufführen will, ist das nötig. „Disney kann das erlauben, bekommt aber Geld dafür“, sagt Herr Glückstein. Das nennt man eine Lizenz.

Dabei kann Disney ganz genaue Regeln vorgeben, etwa wie groß das Logo auf der Verpackung sein soll. Oder welche Farbe das Geweih von Sven hat. „Der Titel des Films muss immer mit drauf sein“, erklärt die Expertin von Ravensburger. Und wenn jemand zum Beispiel eine Spielzeug-Pistole mit Kristof drauf herstellen will, könnte Disney das auch ablehnen, wenn sie das nicht will.

Für das Film-Unternehmen sind all die Fan-Artikel sogar doppelt interessant! Denn wenn etwa eine Schülerin jeden Tag mit einem Elsa-Rucksack rumläuft, macht sie die ganze Zeit Werbung für den Film. So kommen dann vielleicht noch mehr Leute ins Kino – und Disney verdient auch an den Kinotickets.

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