1. Karlo Clever

Hunde-Schlittentour: Erst bellen, dann losflitzen

Hunde-Schlittentour : Erst bellen, dann losflitzen

Durch den Schnee zu rennen, kann Spaß machen. Aber so lange und so schnell wie ein Schlittenhund? Das schaffen wir nicht. Man kann aber mit ihnen gemeinsam losjagen.

Es ist so laut, dass man sich kaum unterhalten kann. Das Gebell und Gejaule der Hunde übertönt alles andere. Die Tiere wollen endlich losrennen. Und auch die Menschen sind aufgeregt. Denn heute geht es auf eine Hunde-Schlittentour.

Im Norden Finnlands liegt vom Herbst bis zum Frühjahr Schnee. Hier in Lappland leben die Schlittenhunde auf einem Hof. Die Tiere werden meist einfach Huskys genannt. Es gibt aber verschiedene Schlittenhund-Rassen, etwa den sibirischen Husky und den Grönlandhund.

In kalten Gegenden fühlen sich die Hunde wohl. Ihr dichtes Fell schützt sie, während die Menschen sich heute mit warmen Jacken, Mützen, Schals und dicken Handschuhen warm halten müssen. Minus 15 Grad Celsius zeigt das Thermometer an. Jeweils sechs Hunde ziehen einen Schlitten mit zwei Menschen darauf. Einer sitzt vorne auf dem Schlitten. Der andere steht dahinter und lenkt.

Dort hinten befindet sich auch eine Bremse, um das Gespann anzuhalten. Bevor es losgeht, müssen sich die Fahrer mit ihrem Gewicht auf diese Bremse stellen. Denn die Hunde wollen starten und ziehen an ihren Leinen. Dann geht es los. Es ruckt einmal heftig, als die Hunde anfangen zu rennen. Dann aber gleitet der Schlitten über den Schnee. Plötzlich ist es ganz still. Die Hunde bellen nicht mehr, sondern rennen.

Für die Hunde ist das aber nicht zu anstrengend, beruhigt Jenny. Sie ist viel mit den Huskys zusammen und kennt die Tiere gut. Heute führt Jenny die Schlittenfahrt an. Die Hunde dahinter wissen deshalb, wo es lang geht. Fährt niemand vorneweg, sind die Menschen auf dem Schlitten gefragt. Sie rufen den Hunden Kommandos zu. Zügel zum Lenken gibt es nicht.

Nach einer Weile wird eine Pause gemacht. Doch die Hunde haben noch immer nicht genug vom Schnee. Sie werfen sich hinein und spielen darin. „Sie können noch viel kältere Temperaturen aushalten“, erklärt Jenny: „Im Schneesturm können die Hunde sich sogar ohne Probleme einschneien lassen.“ Ihr Trick: Sie rollen sich zusammen und stecken die Nase unter ihren Schwanz.

(dpa)