1. Karlo Clever

Hundesport Agility: Ein schneller Spaß für Vierbeiner und Herrchen

Hundesport Agility : Ein schneller Spaß für Vierbeiner und Herrchen

Agathe rennt durch einen Tunnel. Sie springt über eine Hürde und läuft dann im Slalom um einige Stäbe. Agathe ist ein Hund. Ihre Besitzerin heißt Conny Splitt. Gemeinsam macht das Hund-Mensch-Team eine Sportart. Die heißt Agility (gesprochen: äidschileti).

Agility ist ein englisches Wort. Auf Deutsch übersetzt bedeutet es in etwa Wendigkeit, Flinkheit und Geschicklichkeit. Und das beschreibt diese Sportart ziemlich gut. Es geht nämlich darum, eine Hindernis-Strecke zu durchlaufen, den Parcours. Und dabei muss man wendig, geschickt und schnell sein.

Die Hindernisse sind zum Beispiel Hürden, Tunnel, Wippen oder Slalomstangen. Der Mensch führt den Hund und gibt Kommandos. Wenn die Zusammenarbeit klappt, sieht das ziemlich beeindruckend aus.

Conny und Agathe machen seit drei Jahren Agility. „Agathe ist schon früher immer überall raufgesprungen“, sagt Conny. „Nur Gassi gehen reicht ihr nicht.“ Die beiden sind Mitglied in einem Hundesportverein in Berlin. Dort trainieren sie jeden Mittwochabend den Lauf durch den Parcours. Und der sieht jedes Mal anders aus. Auch andere Hund-Mensch-Teams und eine Trainerin sind dabei.

Als Erstes muss der Parcours aufgebaut werden. Die Trainerin hat sich überlegt, wo welches der 19 Hindernisse stehen soll. Kleine Aufsteller mit Zahlen geben die Reihenfolge vor. Bevor die Hunde dran sind, laufen die Menschen alleine durch den Parcours. „Ich sehe mir die Reihenfolge an und überlege, wie der ideale Laufweg für meinen Hund aussieht“, sagt Conny. So weiß sie, welche Anweisungen sie Agathe geben muss. „Das Schönste am Agility ist die gemeinsame Arbeit als Team“, sagt Conny.

Dann sind die Hunde dran! Nacheinander flitzen sie mit ihren Menschen durch den Parcours. Die Trainerin macht auf Fehler aufmerksam und gibt Tipps zur Verbesserung.

„Am schwierigsten sind Wippe, Reifen und Slalom“, sagt Conny. Um diese Hindernisse zu meistern, brauchen die meisten Hunde am längsten. Agathe kann das schon ziemlich gut. Andere Hunde in der Gruppe sind noch nicht so lange dabei. Sie lassen die schwierigeren Hindernisse beim Lauf aus und trainieren sie einzeln.

Jeder Hund kann beim Agility mitmachen. Er sollte allerdings gesunde Gelenke haben und ausgewachsen sein. Außerdem sei es wichtig, dass der Hund Spaß daran hat, sagt die Trainerin von Agathe und Conny. Für das Zweierteam also genau das Richtige.